Markus Orths’ Roman über den Surrealisten Max Ernst
Vorzüglich arbeitet "Max" heraus, wie die revolutionären Kunstkonzepte Max Ernsts und der Surrealisten mit unkonventionellen Lebensentwürfen Hand in Hand gehen.
Ein schwerer Womanizer: Max Ernst im Jahr 1933 Foto: dpa
Mit einer genealogischen Metapher ließe sich der Künstlerroman als jüngerer Bruder der von Giorgio Vasari begründeten altehrwürdigen Künstlervita oder -biografie beschreiben. Zumal auf jene Spielart dieser Romangattung dürfte die Beschreibung zutreffen, bei der das Erzählte nicht reine Fiktion ist, sondern sich auf einen realen Künstler bezieht. Dabei ist keineswegs von vornherein ausgemacht, welcher der beiden literarischen Formen der Vorrang gebührt. ...