Vorfall beim Keramikmarkt

Maskenverweigerer in Kandern verherrlicht Bluttat von Idar-Oberstein

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

So, 26. September 2021 um 16:05 Uhr

Kandern

Ein Besucher des Keramikmarkts Kandern verweigert das Tragen einer Maske. Eine Besucherin spricht ihn darauf an. Es kommt zum Streit und zu einer mehr als geschmacklosen Äußerung.

Zu einem hässlichen Vorfall kam es beim Keramikmarkt, weil ein Besucher das Tragen einer Schutzmaske verweigerte. Das Organisationsteam hatte mit zahlreichen Hinweisen bekannt gemacht, dass auf dem gesamten Marktgelände das Tragen von Masken Pflicht sei. Fast alle Besucher leisteten der Aufforderung Folge.

Doch ganz wenige meinten, sich nicht daran halten zu müssen. Verständlich, wer gesundheitliche Gründe dafür hatte. Ein junger Mann, in Begleitung seines ebenfalls maskenlosen Vaters, allerdings glaubte, durch das Nichtanlegen einer Maske provozieren zu können. Als ihn eine Besucherin bat, eine Maske anzulegen, kam es zu einem Disput.

In dessen Verlauf äußerte der junge Mann, dass er es gut finde, wenn Personen, die andere zum Tragen einer Maske aufforderten, in den Kopf geschossen würde, wie jüngst in Idar-Oberstein geschehen. Der von der Besucherin daraufhin erhobene Vorwurf, ein "asoziales Geschöpf" zu sein, zeigte bei dem Mann keinerlei Wirkung. Glücklicherweise trennten sich die beiden Kontrahenten bald darauf, ohne dass der Disput zu ernsthaften Folgen führte.

Auf den Vorfall angesprochen, räumte Organisatorin Beatrix Sturm-Kerstan ein, keine Möglichkeit zu sehen, selber – ohne sich der Gefahr eines tätlichen Angriffs auszusetzen – solche Personen des Platzes zu verweisen. Auf telefonische Nachfrage beim Weiler Polizeirevier wurde bestätigt, dass man von dort nur auf konkrete Anforderung hin tätig werden könne. Allerdings wolle man bemüht sein, gelegentlich eine Streife auf dem Markt nach dem Rechten sehen zu lassen.