Straßennamen

Mehr als 200 Menschen demonstrieren gegen AfD-Aktion auf dem Freiburger Rathausplatz

Anika Maldacker

Von Anika Maldacker

Di, 03. März 2020 um 16:07 Uhr

Freiburg

Der Gegenprotest war mehr als zehn Mal größer als ihr Auslöser: 200 Menschen haben vor dem Freiburger Rathaus gegen eine AfD-Aktion zur Umbenennung von Straßen demonstriert.

Parolen, Diskussionen und Sprechchöre : Mehr als 200 Menschen versammelten sich am Dienstagnachmittag vor dem Rathausplatz in Freiburg, um gegen eine Aktion der AfD mit Infostand zu demonstrieren.

Die AfD positionierte sich vor dem Rathaus mit einem Infostand gegen die geplante Umbenennung zweier Straßen und eines Platzes in Freiburg. Stadtrat Dubravko Mandic bezog via Megafon Stellung gegen die Umbenennung von zwei Straßen und einem Platz in Freiburg. Sein Wortbeitrag wurde von den Demonstranten übertönt. Die Änderungen der Namen sollen im Gemeinderat am Dienstagnachmittag verabschiedet werden. Nur rund ein Dutzend Menschen waren an dem Infostand der Partei versammelt.

Die rund 200 Gegendemonstranten hielten Schilder in die Höhe, auf denen im Straßenschilder-Stil Namensvorschläge standen: "Mandic-Muss-Weg" oder "Antifa-Boulevard". Dazu brüllten sie Parolen wie "Nationalismus muss raus aus den Köpfen" oder "Alle zusammen gegen den Faschismus". Immer wieder suchte AfD-Stadtrat Dubravko Mandic während der Kundgebung den Kontakt mit Demonstranten, trat der Menge entgegen. "Wie stehen Sie zu Hanau", fragte ihn Senay Awad, eine der Gegendemonstrantinnen. "Was habe ich damit zu tun?", antwortete Mandic.

Das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus Freiburg" hatte zur Kundgebung auf dem Rathausplatz aufgerufen. Mehrere Dutzend Polizisten begleiteten die Gegendemonstration, der rund ein Dutzend Menschen auf der AfD-Seite gegenüberstanden. Obwohl die Stimmung aufgeheizt war, blieb die Lage ruhig.

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