MENSCHEN: Auf Augenhöhe mit der Schweißerelite

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 10. Oktober 2019

Emmendingen

Der Wehrle-Azubi Leo Ackermann belegt beim Bundeswettbewerb einen sechsten Platz.

EMMENDINGEN (BZ). Alle zwei Jahre ermittelt der 1897 gegründete DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V.), ein technisch-wissenschaftlicher Fachverband der Fügetechnik, die besten Nachwuchsschweißer Deutschlands. Diesmal war mit Leo Ackermann auch ein Auszubildender der Emmendinger Wehrle-Werk AG mit von der Partei.

In Gelsenkirchen traten laut Mitteilung des Emmendinger Traditionsunternehmens mehr als 50 junge Schweißtalente beim 13. DVS-Bundeswettbewerb "Jugend schweißt" in Einzel- und Teamwettbewerben gegeneinander an. Die Jugendlichen mussten sich zuvor bereits auf Bezirks- und Landesebene zur Teilnahme auf der Bundesebene qualifizieren. Für die Emmendinger Wehrle-Werk AG nahm Leo Ackermann, Auszubildender im zweiten Lehrjahr Konstruktionsmechanik, am Bundeswettbewerb teil. Mit dem sechsten Platz von 14 qualifizierten Teilnehmern im Einzelwettbewerb ist Ackermann auf Augenhöhe mit den besten Schweißern Deutschlands.

Im Teamwettbewerb der Baden-Württemberg-Gruppe bestand die Aufgabe, gemeinsam einen komplexen Druckbehälter für 50 bar aus den einzelnen Handschweiß-Disziplinen zu erstellen. Dafür hatten die angehenden Fachleute insgesamt acht Stunden Zeit. In dieser Disziplin wurde gar der dritte Platz, also Medaillenrang, erreicht.

Wegen der zunehmenden Automatisierung in der Schweißtechnik nimmt laut Wehrle die Bedeutung des Handschweißens zu. Für Konstruktionen, die nicht wirtschaftlich durch Roboter geschweißt werden können, sind die Handschweißer europaweit gesuchte Fachkräfte, so auch für das Wehrle-Werk. Das ist auch der Grund, warum Wehrle eine eigene Schweißfachschule unterhält. Adem Yanik, Schweißlehrer bei Wehrle, freut sich über den Erfolg seines Schützlings: "Bei Wehrle hat die Teilnahme an diesen Schweißwettbewerben bereits Tradition und stellt einen wichtigen Teil unserer Ausbildung dar. Die Fertigkeiten und die Leistungen unserer Auszubildenden sind dabei ein Ansporn für uns, unsere hohe Ausbildungsqualität zu halten und sogar weiter auszubauen", wird er in der Mitteilung zitiert