Geocaching

Mit GPS-Geräten finden Kinder aus Gundelfingen im Wald den ersehnten Schatz

Jacqueline Ezsöl

Von Jacqueline Ezsöl

Di, 10. September 2019 um 15:15 Uhr

Gundelfingen

Beim Gundelfinger Ferienprogramm haben zwölf Kinder an einer Geocaching-Tour teilgenommen. Neben dem Spaß, der im Vordergrund stand, sollte ein bewusstes Bewegen in der Natur gefördert werden.

Fröhliches Kinderlachen, wuseliges Treiben, knisternde Spannung – zwölf Kinder warten auf dem Spielplatz am Gundelfinger Waldstadion voller Vorfreude auf die anstehende Geocaching-Tour, eine Abenteuer-Schatzsuche mit GPS-Geräten. Diese hat das Gundelfinger Jugendzentrum gemeinsam mit dem Freiburger Unternehmen Team Adventures im Rahmen des Ferienprogramms organisiert.

Auf einem Zettel steht der nächste Hinweis

Für die zehnjährige Chiara ist es die erste Geocaching-Tour. Gespannt wartet sie mit den anderen Kindern darauf, dass es endlich losgeht. Und nur kurze Zeit später ist es soweit, Dominique Buchmann von Team Adventures stellt sich mit den Kindern im Kreis auf, während Amira die Aufgabe der Schatzsuche vorliest. "Herr Schokolade-von-Waffelstein" habe im Wald einen Schatz versteckt, welcher nun von den Kindern gefunden werden müsse. Sein Sekretär Dominique begleitet die Kinder auf ihrer Suche. Zunächst folgen sie einem Trampelpfad, dann geht es über dicke Baumstämme, Äste und Wurzeln einen steilen Hang hinauf. Kaum oben angekommen finden die Kinder auch schon den ersten Hinweis. Auf dem Zettel steht der nächste Punkt: G09.

"Im Prinzip ist Geocaching also eine Schatzsuche mit Hilfe von Geo-Daten." Dominique Buchmann von Team Adventures
Buchmann erklärt, was Geocaching überhaupt ist: "Cash bedeutet so viel wie Schatz. Im Prinzip ist Geocaching also eine Schatzsuche mit Hilfe von Geo-Daten." Am Startpunkt hatten die Kinder bereits den ersten Hinweis erhalten, einen Wegpunkt. Diesen tippten sie dann in ihre GPS-Geräte ein und fanden so den ersten Punkt. Ob sie in die richtige Richtung gehen, erkennen die Kinder anhand eines Kompass-Systems, dass ihnen die Himmelsrichtungen und die Entfernung zum nächsten Standort anzeigt, so Buchmann. "Ziel ist es, den Hinweisen an den einzelnen Stationen zu folgen und den Schatz zu finden." Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Hinweise zu verstecken, zum Beispiel in einem hohlen Baumstumpf eingeklemmt, unter einer Bank oder in Höhlen.

Hitze macht den Kindern zu schaffen

Weiter geht es den Rebberg hinauf. Wegen der Mittagshitze bewegt sich die Gruppe nur langsam den steilen Hang hinauf. Schweißtropfen fließen, angestrengte Gesichter sind zu sehen. Oben angekommen steht erstmal eine Vesperpause an, um wieder zu Kräften zu kommen. Mika und Simon, beide acht Jahre alt, sind hellauf begeistert von der Tour. Auch die beiden Schwestern Emma (9) und Lucia (7) sind mit Freude dabei.

Ziel der Tour sei es, sich spielerisch kennen zu lernen – durch miteinander Sprechen sowie gemeinsames Suchen und Finden, sagt Buchmann. Gefördert würde so ein "bewusstes Bewegen in der Natur". Auch machten sich die Kinder, Gedanken, wie sie am besten wohin gelangen. Die Kinder würden so ihren Orientierungssinn schulen und lernen, mit anderen zu interagieren. Ebenso fänden sie in der Natur Dinge, von denen sie sonst nichts mitbekommen würden. Wie den Frosch, den die Kinder während ihrer Vesperpause in einem Baumstamm entdecken.

Schokoladen-Schatz als Belohnung

Die Planung einer solchen Tour dauere rund zwei Tage, so Buchmann. "Es gibt viel vorzubereiten. Im Vorfeld muss ich die Route festlegen, die Wegpunkte in die Geräte einspeichern und die Hinweise und den Schatz verstecken. Meistens fahre ich die Strecke vorher mit dem Rad ab." Etliche kleinere Fußmärsche über Steine, Wurzeln und Baumstämme später finden die mittlerweile etwas ungeduldig gewordenen Kinder den Schatz – gut versteckt unter Blättern im Gestrüpp. Über den schokoladigen Inhalt freuen sich alle. Erschöpft, aber sehr glücklich ziehen sie von dannen. Chiara erzählt, wie viel Spaß es ihr gemacht hat.

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