Deutsch-Französisches Projekt

Mitte 2023 soll Wehr bei Burkheim für Fußgänger und Radfahrer öffnen

Max Schuler

Von Max Schuler

Mi, 05. Mai 2021 um 11:16 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Der letzte geschlossene Rheinübergang in der Region bei Vogtsburg-Burkheim soll für den Fußgänger und Radverkehr bis Mitte 2023 geöffnet werden. Der Landkreis beteiligt sich daran auch finanziell.

Der letzte geschlossene Rheinübergang in der Region bei Vogtsburg-Burkheim soll für den Fußgänger und Radverkehr bis Mitte 2023 geöffnet werden. Darauf haben sich die französische und deutsche Seite verständigt nach jahrzehntelanger Planung (die BZ berichtete). Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald beteiligt sich mit 25 000 Euro an dem Projekt. Dies hat der Kreistag in seiner Sitzung am Montag beschlossen.

Bei dem Rheinübergang handelt es sich um ein Stauwehr des französischen Energiekonzerns EDF. Durch die Öffnung könnte über die dortige Rheininsel eine Verbindung ins französische Marckolsheim geschaffen werden. Die Bauarbeiten sollen Ende 2022 beginnen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund eine halbe Millionen Euro. Das Regierungspräsidium Freiburg wird auf deutscher Seite die Rad- und Fußgängerüberwege verbessern und Informationstafeln in beiden Sprachen aufstellen. Die Tafeln sollen über die Besonderheit des Gebietes als Rückhalteraum zum Schutz vor Hochwassern informieren.

Landrätin Dorothea Störr-Ritter sprach in der Kreistagssitzung von einem "sensationellen Fortschritt in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit". CDU-Kreisrat und Vogtsburgs Bürgermeister Benjamin Bohn attestierte dem Projekt einen großen Symbolcharakter. Durch den Übergang werde das Wegenetz erweitert und der Rheinwald könne als Naherholungsgebiet besser genutzt werden. Bernd Belle (Freie Wähler) lobte die geplanten zweisprachigen Infotafeln entlang des Weges und war der Ansicht, dass fünf Prozent der Gesamtkosten gut investiertes Geld seien. "Das ist ein großer Mehrwert für die Region und den Tourismus", sagte Martin Richter (Grüne). Er regte an, die weitere Vernetzung der Radwege mitzudenken. Gedankt wurde im Kreisrat der Beharrlichkeit der Mitarbeiter im Landratsamt, die sich seit Jahren für eine Öffnung des Wehres einsetzen.