Moderner Kaminofen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 07. Oktober 2020

Haus & Garten

Heimisches Kaminfeuer unterstützt das Heizsystem.

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, dass Deutschland bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral wird. Ein wichtiger Baustein hierfür ist die private Wärmeerzeugung. Viele fordern ein schnelles Ende alter Technologien wie fossile Öl- und Gasheizungen. Doch ein kompletter Austausch geht ins Geld. Hier bietet sich eine schrittweise Modernisierung an, wobei heimisches Kaminfeuer das vorhandene Heizungssystem unterstützt. Darauf weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik hin.

Während ein kompletter Austausch der Anlage zeit- und kostenintensiver ist, stellt die Ergänzung eine schnelle und verhältnismäßig günstige Sofortmaßnahme dar. Zum einen heizen moderne Feuerstätten dank fortschrittlicher Verbrennungstechnik effizient und schadstoffarm. Zum anderen helfen Pelletöfen, Heizkamine, Kamin- und Kachelöfen den Verbrauch fossiler Energien zu reduzieren. Dabei können sie überall dort angeschlossen werden, wo ein freier, geeigneter Schornsteinzug vorhanden ist. Sollte die alte Öl- oder Gasheizung zu einem späteren Zeitpunkt stillgelegt werden, besteht die Möglichkeit, die Holzfeuerung mit Solarzellen oder einer Wärmepumpe zu kombinieren und dadurch komplett regenerativ zu heizen.

Sparen ist auch dank heimischer Brennstoffe angesagt: Beim Blick auf den Heizwert ergibt sich, dass ein Raummeter Laubholz – direkt aus dem Wald und in Abhängigkeit zur Baumart – gegenüber dem aktuellen Literpreis für Heizöl rund 70 Prozent günstiger ist. Zwar muss das Holz dafür noch gesägt, gehackt und gelagert werden. Doch lassen sich die Brennstoffkosten so massiv senken. Ähnlich verhält es sich mit Pellets: Eine Tonne Pellets hat den Energiehaushalt von etwa 480 Litern Öl und kostet im Vergleich gut ein Viertel weniger.