"Musik aus Ost und West"

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Mi, 04. Dezember 2019

Stegen

Jahreskonzert des Musikvereins Wittental in der Kageneckhalle / Ehrung für Trompeter Klaus Hug, der seit 40 Jahren im Verein spielt.

STEGEN. Mit Musik aus Ost und West bot der Musikverein Wittental ein abwechslungsreiches Jahreskonzert. Auch der Musikernachwuchs in der Jugendkapelle zeigte sein Können. Entsprechend groß war der Applaus in der Kageneckhalle für die gelungenen Vorträge.

"Musik aus Ost und West" lautete das Motto des Jahreskonzerts. Den Auftakt machten die Musiker mit dem Militärmarsch B-Dur des russischen Komponisten Piotr Iljitsch Tschaikowski. Zackig und stramm spielten die Aktiven des Musikvereins Wittental den Marsch unter Leitung von Dirigent Friedrich Weingärtner. Die Titel der ersten Konzerthälfte entstammten der östlichen Hemisphäre. Auf den Marsch folgte der Walzer Nr. 2 aus der Jazzsuite Nr. 2 des russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch. Gekonnt setzte das Orchester die dramatischen Stimmungswechsel des Stückes um.

Das nächste Lied führte die Zuhörer in den Orient. Für die perfekte Darbietung des schnellen "Säbeltanzes" des armenischstämmigen Komponisten Aram Chatschaturjan ging ein Raunen durch die Halle. Vor der Pause kam das Publikum noch in den Genuss von Auszügen des Balletts "Der Feuervogel" von Igor Strawinsky.

Zum Jahreskonzert hatte der Musikverein die Kageneckhalle für 280 Besucher gerichtet. Den Auf- und Abbau leisteten die 45 Aktiven des Vereins selbst. Die Bewirtung der Gäste mit heißer Wurst mit Wecken und Wurstsalat mit Brot oder Linzerkuchen und Hefezopf übernahmen Ehepartner und Passivmitglieder, so Klaus Göppentin, Vorsitzender des 250 Mitglieder starken, 1925 gegründeten Musikvereins.

Bezirksvorsitzender Joachim Schuler vom Oberbadischen Blasmusikverband ehrte Klarinettist David Asal für 25-jähriges aktives Musizieren im Musikverein und Trompeter Klaus Hug für 40-jährige Vereinszugehörigkeit. Klaus Göppentin gab bekannt, dass Hug auch zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde.

Gendergerecht als Zuhörende sprach Tenorhornist Niklas Steinhart die Konzertbesucher an. Als Moderator führte er mit Charme und Witz durch das Programm. Zum Auftakt des Abends hatte schon die gemeinsame Jugendkapelle des Musikvereins und der Trachtenkapelle Stegen weihnachtlich mit "Süßer die Glocken nie klingen" aufgespielt. Unter Leitung von Dirigent Benedikt Schwörer bot das Jugendorchester noch den Hit "shut up and dance" der Popband Walk the Moon dar. Schwörer verriet, dass es das Lieblingslied der Jugendlichen sei. Mit dem Disco-Klassiker "Funky Town" von Lipps, Inc ging es flott weiter. Als Zugabe spielte die Jugendkapelle das Weihnachtslied "Mary’s boy child". Vom Publikum in der gut besetzten Kageneckhalle gab es großen Applaus.

Nach der Konzertpause ging es weiter mit Musik aus der westlichen Welt. Dynamisch trugen die Musiker das im Fanfarenstil komponierte Werk "Rise of the Firebird" des US-Amerikaners Steven Reineke vor. Fröhlich-verspielt gab das Blasorchester die Titelmusik zu der amerikanischen Kinderserie Mr. Rogers Neighbourhood wieder. Fetzig wurde es beim Glenn Miller Medley mit den Melodien von Little Brown Jug, In the Mood, Tuxedo Junction, American Patrol und Moonlight Serenade, wobei sich Trompeter Martin Höhne, Klarinettist David Asal und Saxophonist Markus Hug als Solisten präsentierten. Mit der amerikanischen Nationalhymne "Stars and Stripes forever" klang das Konzert aus.

Applaus und Rufe nach Zugabe füllten die Halle. Mit "Alte Kameraden" und einem erneuten Vortrag des "Säbeltanzes" spielte das Orchester zwei Zugaben.