CORONA-SPLITTER

KNA

Von KNA

Do, 26. März 2020

Ausland

ABITUR

Bundesweit Prüfungen

Abiturprüfungen sollen nun doch trotz der Corona-Krise in allen Bundesländern stattfinden. Darauf einigte sich die Kultusministerkonferenz (KMK) am Mittwoch. Das bedeutet, dass es entgegen ersten Plänen von Kultusministerin Karin Prien (CDU) auch in Schleswig-Holstein diese Abschlussprüfungen gibt. Laut KMK stellen die Länder fest, dass nach aktuellem Stand eine Absage von Prüfungen in Schulen nicht notwendig sei. Insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen sollen zum geplanten Termin abgenommen oder bis Ende des Schuljahres nachgeholt werden. Voraussetzung sei allerdings, dass dies nach dem Infektionsschutz zulässig sei. Schüler sollten eine ausreichende Zeit zur Vorbereitung haben, hieß es in dem Beschluss weiter.

NORDRHEIN-WESTFALEN

Häftlinge entlassen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will wegen der Corona-Krise Häftlinge vorzeitig freilassen. Er brauche für den Fall eines Ausbruchs der Krankheit im Strafvollzug rund 1000 freie Zellen, um Quarantäne-Zonen schaffen zu können, sagte Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Aber: "Es gibt keinen Corona-Rabatt", betonte Biesenbach. Es gehe lediglich um eine Unterbrechung oder einen Aufschub der Haft.

DEUTSCHLAND

Arztbesuch per Video

Ein neuartiger Videochatdienst soll künftig auch Arztpraxen und Krankenhäuser entlasten und dabei helfen, Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie zu unterbrechen. Das System Emergency Eye soll von Medizinern für eine Ersteinschätzung aus der Ferne eingesetzt werden. Dafür brauchen die Patienten ein Smartphone, aber keine besondere App. In der Arztpraxis, im Krankenhaus oder in einer Rettungsstelle reicht ein PC mit Internetverbindung aus. Die Anbieter stellen das System derzeit kostenlos zur Verfügung. Es ermöglicht auch eine Übersetzung in Echtzeit von zehn Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Hebräisch und Russisch.GROSSBRITANNIEN

Prinz Charles infiziert

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, teilte der Palast am Mittwoch in London mit. Mit seinen 71 Jahren gehört Charles bereits zu den Senioren mit erhöhtem Risiko, an einer schweren Form der Lungenkrankheit Covid-19 zu erkranken. Er hatte in der vergangenen Woche trotz der Pandemie noch sehr viele Termine wahrgenommen.

EINZELHANDEL


337 Prozent mehr Seife

Das Statistische Bundesamt hat in der Corona-Krise eine stark erhöhte Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln und Hygieneartikeln verzeichnet. In der vergangenen Woche waren die Verkaufszahlen im Einzelhandel bei Seife mit einem Plus von 337 Prozent "mehr als viermal so hoch wie in den sechs Monaten zuvor", wie die Statistiker am Mittwoch mitteilten. Demnach wurden auch Toilettenpapier (plus 211 Prozent), Reis (plus 208 Prozent) und passierte Tomaten (plus 171 Prozent) deutlich stärker nachgefragt als sonst.

CHINA

Abriegelung gelockert

In China ist die wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei am Mittwoch weitgehend aufgehoben worden. Seit Mitternacht (Ortszeit) dürfen die meisten Bewohner von Hubei wieder aus der Provinz ausreisen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind. Die chinesischen Behörden meldeten keine neuen Coronavirus-Patienten, die sich innerhalb Chinas angesteckt haben. Allerdings wurden nach Darstellung der Nationalen Gesundheitskommission des Landes 47 Infizierte registriert, die aus dem Ausland in die Volksrepublik eingereist sind. Damit stieg die Zahl der ins Land gebrachten Infektionsfälle laut Behörden auf 474. Dabei handelt es sich nach Angaben des chinesischen Außenministeriums überwiegend um Chinesen, die nach Hause zurückkehren.

RUSSLAND

Referendum verschoben

Wegen der Corona-Pandemie hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Referendum über eine geplante Verfassungsreform verschoben, die ihm den Weg zu weiteren Amtszeiten ebnen soll. Die Menschen sollten jetzt "besser zu Hause bleiben", sagte der Staatschef am Mittwoch in einer Fernsehansprache. Zugleich ordnete er an, dass die Russen in der kommenden Woche nicht zur Arbeit gehen sollen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.