Die Frauen mit dem roten Schal

Ulrike Schnellbach

Von Ulrike Schnellbach

Mo, 20. Juli 2009

Deutschland

"Stadtteilmütter" im Berliner Neukölln locken Einwandererfamilien aus der Isolation – ein Projekt, das bundesweit Nachahmer findet / Von Ulrike Schnellbach

Dieses Projekt war für uns eine Tür in die Zukunft", sagt Djamila Boumekik und strahlt aus ihren dunkelbraunen Knopfaugen. Sie trägt ein schwarzes Kopftuch, darunter lugt auf der Stirn ein rotes Band hervor. Roter Blazer, schwarze Hose, roter Schal. Um einen großen Tisch sitzt ein Dutzend weiterer Frauen in Rot-Schwarz, manche mit Kopftuch und Mantel, andere mit blondiertem Kurzhaarschnitt und ärmelloser Bluse. Sie kommen aus der Türkei, Palästina, Algerien oder dem Libanon. Sie haben Kinder, und sie waren bis vor kurzem arbeitslos.

Teamsitzung der "Stadtteilmütter" im Schillerkiez, einem Quartier im Berliner Stadtteil Neukölln, wo jeder vierte Bewohner arbeitslos ist, der Ausländeranteil bei 30 Prozent liegt und die sozialen Probleme sich türmen. Die Frauen in Rot-Schwarz wollen daran etwas verändern und setzen ganz unten an, bei den Einwandererfamilien mit kleinen Kindern. "Weil wir in diesem Land leben und hier auch teilhaben wollen", sagt Djamila Boumekik.

Die Idee stammt ursprünglich aus ...

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