Massaker im Zweiten Weltkrieg

Die zwei Leben des Hans H. Eggebrecht

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Do, 17. Dezember 2009 um 18:02 Uhr

Kultur

War der langjährige Freiburger Ordinarius für Musikwissenschaft, Hans Heinrich Eggebrecht, 1941 an der Ermordung von mindestens 14 700 Juden beteiligt? Das sagen Forschungen seines weit jüngeren Fachkollegen Boris von Haken.

"Es sind Biographien wie seine, die 1968 eine ganze Generation auf die Barrikaden getrieben haben. . . Ungewöhnlich sein Leben, aber eben auch typisch für die dunkleren Seiten der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert", schrieb der Stern erst vergangene Woche. Da ging es um Fritz Darges, unlängst mit 96 Jahren verstorben. Vor 1945 Adjutant Adolf Hitler, dann an die Front versetzt, Ritterkreuzträger. Danach unbescholtener Bürger in Celle, der es bis zum Geschäftsführer des Roten Kreuzes brachte.

Die Bewertung ließe sich nach jüngsten Erkenntnissen auch auf einen prominenten Freiburger Fall übertragen: den langjährigen Ordinarius für Musikwissenschaft, Hans Heinrich Eggebrecht, 1987 emeritiert, 1999 verstorben. Den umfangreichen Recherchen seines weit jüngeren Fachkollegen Boris von Haken zufolge war Eggebrecht als Mitglied einer ...

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