Die Rechte kommt in Basel unter die Räder

sda

Von sda

Di, 22. Oktober 2019

Basel

Frehner verliert Parlamentssitz.

BASEL (sda). Überraschung am Rheinknie: Die Grünliberale Partei (GLP) nimmt der rechtskonservativen SVP ihren Sitz im Nationalrat ab. Daneben behält in der großen Kammer des Schweizer Parlaments die SP ihre beiden Sitze und das Grüne Bündnis sowie die LDP je einen. Die Basler Rechte kommt unter die grünen Räder.

Den Kanton Basel-Stadt vertreten in den nächsten vier Jahren im Nationalrat die beiden Sozialdemokraten Beat Jans und Mustafa Atici, der für Eva Herzog nachrückt, die wie berichtet auch in den Ständerat, die kleine Kammer, gewählt wurde und jenes Amt antritt. Dazu Sibel Arslan von der linken BastA!, die zum Grünen Bündnis gehört, Christoph Eymann von der LDP und Katja Christ von der GLP. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,7 Prozent. Abgewählt wurde als einziger Bisheriger Sebastian Frehner (SVP): Seine Partei verlor gegenüber den Wahlen vor vier Jahren fünf Punkte auf nun noch 11,5 Prozent. Die Basler SVP blieb nicht nur in der zuletzt dominanten Klimadebatte leise, sondern vergraulte mit internen Querelen die eigene Kundschaft.

Im Kanton Baselland sind Überraschungen ausgeblieben. Alle bisherigen Nationalräte wurden wiedergewählt: Eric Nussbaumer (SP), Maja Graf (Grüne), Sandra Sollberger (SVP), Thomas de Courten (SVP), Samira Marti (SP), Daniela Schneeberger (FDP) und Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP). Für Graf oder Schneeberger, die am 24. November in der Stichwahl um den Ständeratssitz sind, wird jemand nachrücken. Im Kanton Aargau haben SP und CVP je einen zusätzlichen Sitz gewonnen. FDP und SVP verloren je einen Sitz. Die BDP musste ihren einzigen Sitz an die EVP abgeben. Grüne und GLP stagnieren bei je einem Sitz.