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Technologie

Wie Südbadens Firmen den 3-D-Druck vorantreiben

Industrie und Forschungsunternehmen aus der Region treiben die Entwicklung des 3-D-Drucks voran. Die Technologie bietet in vielen Bereichen völlig neue Möglichkeiten.

  • Diese etwa 12,5 Zentimeter große Kunststofffigur wurde am Stück gedruckt. Foto: 3D-Labs

Rechts, links, vor, zurück. Nach einem zunächst nicht erkennbaren Muster zuckelt der Druckkopf über die Unterlage. Aus seiner Düse sondert er haarfeine, biegsame Plastikwürste ab und legt sie Lage für Lage nebeneinander und übereinander. Erst nach einiger Zeit wird klar, was das Gerät im Schilde führt: Es baut eine Spielfigur, einen Ritter mit Rüstung und Schwert.

So sieht das aus, wenn ein einfacher 3-D-Drucker, ein Einsteigermodell für ein paar hundert Euro, seine Arbeit tut. Der Betrachter hat dabei gleich mehrere Déjà-vu-Erlebnisse: Konditor mit Sahnespritztüte, Handwerker mit Heißklebepistole. Der 3-D-Druck, als revolutionäre Technologie gepriesen, folgt einem simplen Prinzip: Gegenstände werden nicht geformt, gefräst oder gegossen, sondern Schicht für Schicht langsam von unten nach oben aufgebaut. Nur dass dahinter nicht ein Mensch mit seinen geschickten Fingern steckt, sondern ein Computer, der Schritt für Schritt einen digitalen Bauplan abarbeitet.

Drucken in der dritten Dimension: Als die Öffentlichkeit vor ein paar Jahren erstmals davon erfuhr – was war das für ein Hype! Ein Wunderding, das wie mit Geisterhand alle möglichen Gegenstände erschaffen kann! Viele wollten so ein Gerät denn auch in ihrem Hobbykeller stehen haben.

Quantensprünge in der Technologie
Inzwischen hat sich die Begeisterung ein wenig gelegt. Selbst große Elektronikfachhändler haben die Printer nicht mehr im Sortiment. Kaufinteressenten werden – "leider" – an Online-Plattformen verwiesen. Für den Hausgebrauch hat die neue Technologie noch nicht allzu viel zu bieten, die beliebten 3-D-Stifte, mit denen man basteln, sich künstlerisch betätigen oder kleinere Reparaturen machen kann, einmal ausgenommen. Aber die sperrigen Standgeräte, die Schlüsselanhänger, Plastiksterne oder, der letzte Schrei, Fidget Spinner (Handkreisel gegen Stress) und andere Spielereien drucken können?

Wer ernsthaft damit arbeiten will, muss mehr als einen Tausender hinlegen. Für Modellbauer, die sich Einzelteile oder gleich den ganzen Bausatz für ihr Wunschmodell drucken, hat so eine Investition durchaus Sinn, für den Hausgebrauch weniger.

Während der Normalbürger inzwischen anderen Sensationen nachjagt, haben Industrie und ...

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