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dpa

Von dpa

Mi, 11. September 2019

Wirtschaft

Vier von zehn befristet — Fehler in Akw — Kein Gas mehr ab 2022 — Büro eröffnet

NEUE ARBEITSVERTRÄGE

Vier von zehn befristet

Vier von zehn Neueinstellungen in Deutschland sind laut einer Studie befristet. Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht, ist insgesamt jeder zwölfte Arbeitsplatz zeitlich befristet. Auszubildende sind in dieser Zahl nicht berücksichtigt.
Stellen werden längst nicht nur bei kurzfristigem Personalbedarf befristet besetzt: "Befristete Neueinstellungen werden auch als verlängerte Probezeit genutzt", stellt die Untersuchung fest.
Bei befristeten Neueinstellungen werde häufiger als bei unbefristeten auf Berufserfahrung als Einstellungsvoraussetzung verzichtet, heißt es weiter. Zudem zeige die Studie, dass Betriebe insbesondere bei Helfertätigkeiten häufig Befristungen vornehmen.

ELECTRICITE DE FRANCE

Fehler in Akw

Der französische Energiegigant EDF untersucht mögliche Fehler bei bestimmten Bauteilen seiner Atomkraftwerke. EDF sei von der Tochtergesellschaft Framatome über Herstellungsprobleme informiert worden, teilte der staatlich kontrollierte Konzern am Dienstag in Paris mit. Laut EDF betreffen die potenziellen Fehler Dampfgeneratoren. Diese Komponenten seien entweder eingebaut oder neu und damit nicht in Betrieb. Wie viele Atomkraftwerke betroffen sind, blieb offen.

NIEDERLANDE

Kein Gas mehr ab 2022

Die Niederlande wollen deutlich früher die Förderung von Erdgas in Groningen beenden. Mitte 2022 solle kein Gas mehr gewonnen werden, teilte Wirtschaftsminister Eric Wiebes am Dienstag in Den Haag mit. Ursprünglich war dies für 2030 geplant. Wegen zahlreicher, vor allem kleinerer Erdbeben im Nordosten des Landes hatten die Niederlande schon zuvor ein Ende der Erdgasförderung angekündigt. Die Erdgasförderung gilt als Ursache der Beben in der Region. Dort wird seit 1959 Erdgas gefördert.

WIRTSCHAFTSVERBAND

Büro eröffnet

Der in Freiburg ansässige Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden hat seine Repräsentanz in Stuttgart eröffnet. Das teilte der Verband am Dienstag mit. Ziel ist nach Verbandsangaben eine intensivere Vertretung der Interessen des Mittelstandes bei der Landesregierung.