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Von bia

Sa, 19. September 2020

Wirtschaft

Neue Warnstreiks — Ein bisschen mehr Geld — Kritik von Verbrauchern

DEUTSCHE POST

Neue Warnstreiks

Im Tarifstreit mit der Post hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Diesmal seien alle Bundesländer betroffen, teilten die Arbeitnehmervertreter am Freitag mit. Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Geld für 140 000 Beschäftigte, die Post hat bisher noch kein Angebot vorgelegt. Für kommenden Montag und Dienstag ist die dritte Verhandlungsrunde geplant. Nach Angaben der Deutschen Post legten 3000 Beschäftigte an rund 300 Betriebsstätten ihre Arbeit nieder. Rund 100 000 Pakete und 1,2 Millionen Briefe kamen demnach nicht wie geplant an.

DEUTSCHE BAHN

Ein bisschen mehr Geld

Nur etwas mehr Geld im Portemonnaie, dafür sichere Arbeitsplätze: Für Beschäftigte der Deutschen Bahn ist in der Corona-Krise ein neuer Tarifvertrag vereinbart worden. Danach steigen Löhne und Gehälter bei dem hoch verschuldeten Staatskonzern zu Jahresbeginn 2022 um 1,5 Prozent. Bis zum Ende der Laufzeit Ende Februar 2023 sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, wie die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und die Bahn am Freitag mitteilten. Die Bahn beschäftigt in Deutschland knapp 215 000 Mitarbeiter. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) war an den Verhandlungen nicht beteiligt. Sie sah keinen Grund für vorgezogene Tarifverhandlungen.

VW UND SCHADENERSATZ

Kritik von Verbrauchern

Fünf Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals werfen europäische Verbraucherschützer dem VW-Konzern vor, weiter mit aller Macht Schadenersatzzahlungen an Kunden auszuweichen. Der weltgrößte Autobauer fahre eine Hinhaltetaktik und nutze Gesetzeslücken sowie den ungleichen Zugang europäischer Verbraucher zur Justiz aus, teilte der Europäische Verbraucherverband Beuc in der Nacht zum Freitag mit. Trotz eines Vergleichs mit dem deutschen Verbraucherzentrale Bundesverband für etwa 250 000 VW-Besitzer verweigere der Konzern ähnliche Verhandlungen mit Verbraucherschutzorganisationen in anderen Ländern, teilte der Verband mit. In Großbritannien sei erst Anfang 2022 mit Verhandlungen zu rechnen.