Lufthansa bricht Gespräche über Einsparungen ab

dpa

Von dpa

Fr, 14. August 2020

Wirtschaft

Konflikt mit Verdi.

Bei der Lufthansa sind die Tarifverhandlungen über Corona-Sparbeiträge des Bodenpersonals vorerst gescheitert. Das Unternehmen hat die Verhandlungen nach 20 ergebnislosen Runden einseitig abgebrochen, wie eine Sprecherin in Frankfurt bestätigte. Verdi sei aufgefordert, mit neuen Vorschlägen zu signifikanten Personalkosteneinsparungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die bislang angebotenen Einsparungen von rund 600 Millionen Euro reichten zur Bewältigung der sich verschärfenden Krise nicht aus.

"Die Verweigerungshaltung ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. Verdi hat nach eigener Darstellung Sparbeiträge in Höhe von rund 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Lufthansa sei im Gegenzug aber nicht bereit, einen wirksamen Kündigungsschutz auszusprechen.

Lufthansa verlangt von den verschiedenen Beschäftigtengruppen Einsparungen von 20 Prozent der Personalkosten. Das mache selbst im ungünstigsten Fall nur bis zu 18 Prozent der Bruttovergütung aus, erklärte die Unternehmenssprecherin. Verdi habe zuletzt aber nur Krisenbeiträge von 8 Prozent angeboten.