Projekte der GIZ

Mit Mangroven in Vietnam gegen den Klimawandel

Rolf Obertreis

Von Rolf Obertreis

Mo, 18. November 2019 um 20:20 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) investiert fast 19 Millionen Euro im Mekong-Delta in Vietnam. Dort bedrohen die Folgen des Klimawandels Dörfer und ihre Bewohner.

Im Mekong-Delta in Vietnam bedrohen die Folgen des Klimawandels küstennahe Dörfer und ihre Bewohner. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) kämpft mit mehreren Projekten dagegen an.

"Als ich vor mehr als 50 Jahren mit der Landwirtschaft begonnen habe, war das Meer nur 500 Meter von unseren Häusern entfernt. Man konnte das Wasser sehen." Thach Soal deutet dorthin, wo heute ein dichter Mangrovenwald zu sehen ist. "Damals gab es keine Mangroven." Der 71-jährige Khmer lebt in Au Tho B, einem Weiler in der Provinz Soc Trang an der Südostküste Vietnams im Mekong-Delta. Wir sitzen vor seinem Haus und schauen auf die grünen Felder, die sich über 200 Meter bis zu den Mangroven erstrecken. Reis- und Zwiebelanbau bescheren den Bauern ein bescheidenes, aber sicheres Einkommen.

Bevor es den Mangrovenwald gab, war "Landwirtschaft nicht möglich", sagt der hagere Mann. 1977 gab es erste Überlegungen für die Anpflanzung von Mangroven, die in anderen Küstenbereichen des Mekong-Deltas bereits Land und Bewohner schützten. In Au Tho B dient der Wald heute nicht nur als Schutz, sondern er sorgt auch dafür, dass die Bauern ihr Einkommen auf umgerechnet fast 900 Euro pro Jahr verdoppeln konnten. Das klingt nach wenig, reicht hier aber für einen Fernseher oder ein Moped. In dem mittlerweile drei bis vier Meter hohen Wald leben Schnecken und Fische, die die Bauern sammeln, fangen und auf Märkten ...

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