Währungsreform in Indien löst Panik aus

Stefan Mauer /epd

Von Stefan Mauer (dpa)/epd

Do, 17. November 2016

Wirtschaft

Im Kampf gegen Korruption und Schwarzgeld wurden vor einer Woche plötzlich große Geldscheine ungültig / Die Banken sind seitdem heillos überfordert / Todesfälle.

NEU DELHI. Gedränge vor den Banken, Lastwagen bleiben auf der Straße stehen, Kinder werden im Krankenhaus nicht behandelt: Dass die wichtigsten Geldscheine plötzlich ungültig wurden, hat in Indien chaotische Zustände ausgelöst. Die Armen leiden am meisten.

Vor dem Eingang der Filiale der Deutschen Bank in Neu-Delhi wird es laut. Ein großer Mann mit Turban hält fluchend einem Mitarbeiter einen Zettel vor das Gesicht. "Ich warte seit mehr als zwei Stunden", ruft er. "Ständig werden Leute vorgelassen." 10 000 Rupien (137 Euro) darf er an diesem Tag maximal von seinem Konto abheben. So steht es auf seinem Zettel mit der Wartenummer 437. Wenn er mehrere Stunden in der Schlange vor der Bank durchhält – und dann noch Bargeld verfügbar ist. Szenen wie diese spielen sich seit einer Woche täglich vor fast jeder Bankfiliale Indiens ab. In der vergangenen Woche hatte die indische Regierung innerhalb weniger Stunden alle Banknoten im Wert von mehr als ...

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