Nahverkehrsplan ist unzureichend

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 18. Februar 2021

Müllheim

Agus bemängelt ZRF-Entwurf.

(BZ). Die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (Agus) Markgräflerland bemängelt in einer Stellungnahme zum ZRF-Nahverkehrsplan 2021 für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Im aktuellen Entwurf finde sich kaum etwas der zahlreichen Anregungen der Stadt Müllheim und anderer betroffener Gemeinden wieder.

Der Verein führt die wesentlichen Punkte nochmals auf. So ist der Busverkehr im vorgelegten Entwurf aus Sicht der Agus unzureichend. Dieser sollte gleiche Service-Zeiten haben wie die Zugverbindungen am Bahnhof Müllheim. Das Zielkonzept 2025 sieht von 5 bis 24 Uhr stündlich je einen Regionalexpress und drei Regionalbahnen vor. Die Zu- und Abfahrt für Fahrgäste müsse mit einer akzeptablen Warte- und Umsteigezeit von maximal zehn Minuten gewährleistet werden, eine möglichst optimale Reisekette sei für die Akzeptanz und Nutzung des ÖPNV entscheidend, so der Verein. Auch ausgebaute Fuß- und Radwege, Car-Sharing-Möglichkeiten oder wettergeschützte Radabstellanlagen sollten dabei bedacht werden. Speziell für die räumlichen Distanz zwischen Bahnhof und Kernstadt Müllheim schlägt die Agus einen regelmäßig getakteten Ringverkehr (Bahnhof-Verkehrsamt-Bürgerhaus) vor, etwa viertelstündlich. Auch Kurse von Badenweiler oder den Teilorten könnten durchgebunden werden.

Aus Sicht der Agus sollte der Landkreis als ÖPNV-Aufgabenträger transparente öffentliche Dienstleistungsaufträge anstreben, welche sich an Bedürfnissen von Nutzenden orientiert und nicht an denen von Busunternehmen. Der Verein schlägt vor, einen eigen- oder gemeinwirtschaftlichen Betrieb mit Blick auf die Verdopplung des ÖPNV bis 2030 zu vergleichen. Ansonsten könne dem Nahverkehrsplan nicht zugestimmt werden.