NATURALIE

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 11. September 2021

Gesundheit & Ernährung

Es gibt Menschen, die essen Nudeln, um schnell Kohlenhydrate und damit Energie zu tanken. Es gibt aber auch Menschen, die essen Nudeln, weil sie Nudeln mögen, auf die enthaltenen Kalorien allerdings lieber verzichten würden. Für diese Spezies hat der Pastagott die Konjaknudel erfunden. Nein, es muss nicht Cognac heißen. Basis der Konjaknudel ist ein Mehl aus der Konjakwurzel. Diese Knolle wiederum hängt an einer Pflanze namens Teufelszunge, die mit einer ähnlich stinkenden Blüte wie ihr großer Bruder Titanwurz auffällt. Die Teufelszunge wächst in Ostasien und hat vor allem in Japan als Geliermittel einen festen Platz in der Küche. Die EU hat Konjakmehl unter dem Namen "E 425" als Gelier- und Verdickungsmittel zugelassen. Weil sich Konjak im Mund nicht so schnell wie Gelatine auflöst, müssen die so versetzten Produkte gut gekaut werden. Bei uns sind im Handel hauptsächlich Nudeln aus Konjakmehl erhältlich, sogenannte Shirataki. Sie sind nahezu geschmacklos, glibbern ein bisschen und erinnern optisch an Glasnudeln, sind aber dicker als diese. Neben Wasser stecken stärkeähnliche Substanzen namens Glucomannane in den Nudeln, die sorgen als Ballaststoff für einen starken Sättigungseffekt bei acht Kalorien auf 100 Gramm. Weil Konjak bis zur 50-fachen Wassermenge seiner Eigenmasse binden kann und somit immer mehr aufquillt, sollten die Nudeln immer mit viel Flüssigkeit gegessen werden.