Medien

Nazi-Symbole in Computerspielen werden erlaubt – nach Prüfung

Manuel Fritsch

Von Manuel Fritsch

Mi, 29. August 2018 um 20:24 Uhr

Computer & Medien

Hakenkreuze in Computerspielen – das war in Deutschland bisher verboten. Jetzt wird die Regel gelockert: wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Jedes Spiel wird geprüft.

"Sind Sie ein verkleideter Schurke? Ein Verräter?", fragt der glattrasierte, paranoide Mann. "Nein, mein Kanzler, ich komme aus Arizona", ist der letzte Satz, den der Befragte noch sagen kann, bevor Kanzler Heiler ihn mit mehreren Schüssen ins Jenseits befördert. Die Umstehenden sind wenig beeindruckt von dem reichlich spritzenden Blut. Große rote Fahnen hängen an der Wand. In ihrer Mitte ein weißer Kreis mit einem schwarzen Dreieckssymbol.
Das Computerspiel "Wolfenstein II", das im vergangenen Herbst auf den Markt kam, kaschiert gewollt schlecht, was es nicht zeigen darf. In der Originalversion trägt der Kanzler Heiler noch Oberlippenbart, wird Führer genannt und heißt Hitler. Sein Gegenüber verdächtigt er, ein Jude zu sein. Statt der Dreieckfahnen hängen Hakenkreuzflaggen and der Wand. Da in Deutschland die Darstellung von Symbolen verfassungswidriger Organisationen sowie die Verherrlichung ...

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