Prozess gegen Hussein K.

Nebenklage beantragt Ausschluss der Öffentlichkeit für Aussage zur Obduktion von Maria L.

Carolin Buchheim

Von Carolin Buchheim

Do, 08. Februar 2018 um 07:07 Uhr

Freiburg

Die Nebenklage hat den Ausschluss der Öffentlichkeit für die anstehende Aussage zur Obduktion von Maria L. beantragt. Zuvor sagten zwei Zeugen und zwei Sachverständige aus.

Fazit
Der 19. Verhandlungstag war kleinteilig. Er begann mit der Zeugin C., die sich nicht genau an die Begegnung mit Hussein K. an der Lassbergstraße in der Tatnacht erinnern konnte. Die Aussage des Polizisten, der Hussein K.s Zellengenossen Darius S. vernommen hat, machte klar, dass S. mit der Information über Studentin C. der Polizei einen komplett neuen Hinweis gab, den es so bis dahin nicht gegeben hatte. War also auch der Rest seiner Angaben korrekt, weil Hussein K. ihm von seinen Taten erzählt hatte? Die Aussagen der Sachverstädnigen des LKA zu Pflanzen- und Textilspuren gaben nur wenige Hinweise auf das Tatgestehen. Die Verlesung der "Fahrradzeugen"-Vernehmungen dienten möglicherweise dazu, den Tatzeitraum weiter einzuschränken.

Nach dem Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit für die Aussage des Gerichtsmediziners Pollak am nächsten Verhandlungstag ist zu erwarten, dass die Öffentlichkeit dann ausgeschlossen wird.

Verlesung von Dokumenten
12.45 Uhr Richterin Schenk verliest jetzt zum Abschluss des Verhandlungstags einige Dokumente. Der Beschluss des Familiengericht vom 10. Dezember 2015 über die Einrichtung der Vormundschaft von Hussein K. beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald. Als Geburtsdatum ist in diesem Beschluss der 12. Januar 1999 genannt. Außerdem heißt es hier, K. habe keinen regelmäßigen Kontakt mit seiner Mutter, sein Vater sei tot. Der Beschluss der Beendigung der Vormundschaft vom 2. März 2017, da K. laut Altersfeststellung zum Zeitpunkt der Einrichtung der Vormundschaft volljährig gewesen sei. Der Haftbefehl vom 4. Dezember 2016


Verlesung der Aussagen der sogenannten "Fahrradzeugen"
Richterin Schenk verliest Auszüge aus Vernehmungen von mehreren Zeuginnen und Zeugen, die in der Tatnacht und am Morgen danach an der Dreisam unterwegs waren. Zeugin M.: Sie war gegen 5.30 Uhr am Morgen des 16. Oktober 2017 beim Spazierengehen mit ihrem Hund an der Dreisam. Zuerst habe sie das auf dem Fahrradweg stehende Rad gesehen, dann einen Mann, der plötzlich nur einen Meter vor ihr stand. Ihr Hund habe die Zähne gefletscht, der Mann sei gegangen. Der Mann sei unter 30 Jahren gewesen, 1,85 Meter groß und schlank und habe kurze dunkle Haare; sein Gesicht konnte die Zeugin nicht beschreiben. Staatsanwalt Berger bemerkt, dass der Angeklagte etwas sagen will. "Wollen Sie etwas sagen, Herr K.?" "Ich habe niemanden gesehen", sagt Hussein K. Zeugin P.: Die Zeugin war in der Tatnacht mit ihrem Partner mit dem Rad auf dem Heimweg von dem Club "Schmitz Katze" nach Ebnet. Um kurz vor 3 Uhr ...

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