Bergung

Auto rollt in Steinenstädter Baggersee bei Neuenburg

Bernhard Amelung

Von Bernhard Amelung

Mi, 11. Dezember 2019 um 16:34 Uhr

Neuenburg

Seinen nächtlichen Ausflug an den Steinenstädter Baggersee hatte sich ein Angler sicher anders vorgestellt. Aus noch ungeklärten Gründen rollte sein Auto in den See und musste geborgen werden.

Seinen nächtlichen Ausflug an den Steinenstädter Baggersee hatte sich ein Angler am Dienstag, 10. Dezember, sicher gänzlich anders vorgestellt. Aus noch ungeklärten Gründen rollte sein Auto in den Baggersee und musste geborgen werden. Das berichtet die Feuerwehr Neuenburg.

Laut Andreas Grozinger, Gesamtkommandant der Feuerwehr Neuenburg, wollte der Mann am Montagabend am Steinenstädter Baggersee angeln. Dabei muss er mit seinem Auto zu nahe an die Seeböschung herangefahren sein. Noch ist nicht abschließend geklärt, ob der Mann das Auto beim Abstellen nicht richtig gesichert hatte und es deshalb ins Rollen geriet. Der Mann holte Hilfe beim Betreiber des Campingplatzes des Dreiländerecks Ferienpark. Doch das Fahrzeug rutschte ab und versank bis zur Abbruchkante im Wasser. Um 20.59 Uhr alarmierten sie den Rettungsdienst.

Rasche Bergung verhindert Umweltschaden

Polizei und die Feuerwehren Neuenburg und Steinenstadt waren mit 20 Einsatzkräften rasch vor Ort. Sie sicherten die Unfallstelle, leuchteten sie aus und zogen zur Unterstützung ein Bergeteam des THW Breisach und Bergetaucher des THW Emmendingen hinzu. Diese sicherten das Auto im Wasser mit Hebegeschirr und Bergegurten. Mit Hilfe der Seilwinde des Rüstwagens der Feuerwehr Neuenburg zogen sie das Auto aus der Tiefe. Die Unfallstelle befand sich im südlichen Bereich des Baggersees. "Dort beginnt der tiefe Teil des Sees. Die Einsatzkräfte haben unter Wasser gerade noch die Heckklappe gesehen", so Grozinger.

Nach rund fünf Stunden waren die Bergungsarbeiten am Mittwochmorgen gegen 1 Uhr abgeschlossen und das Auto wieder aus dem Baggersee geholt. Die Feuerwehr überprüfte mit dem Feuerwehrboot außerdem den Baggersee auf auslaufende Betriebsstoffe und Treibgut. Betriebsstoffe seien jedoch keine ausgelaufen, so Grozinger. "Durch die umsichtige Bergung konnte die Feuerwehr einen Umweltschaden vermeiden." Insgesamt befanden sich 40 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und THW im Einsatz. Dem Angler ist nichts passiert. Das Auto hat Totalschaden.