"Eine Symbolfigur des Pazifismus"

Dorothee Philipp

Von Dorothee Philipp

Fr, 20. Juni 2014

Neuenburg

BZ-INTERVIEW: Jost Meyen auf den Spuren des französischen Politikers Jean Jaurès, über den er eine Broschüre verfasst hat.

NEUENBURG AM RHEIN. Am 31. Juli 1914, am Vorabend des Weltkriegs, wurde der französische sozialistische Politiker, Philosoph und Historiker Jean Jaurès in Paris von einem nationalistischen Fanatiker ermordet. In Frankreich ist der Mann, der sich bis zu seinem Tod für die politische Verständigung mit Deutschland eingesetzt hatte, um den Krieg zu verhindern, eine Art Held, ein Märtyrer. In Deutschland kennt heute kaum jemand seinen Namen. Der Neuenburger Jost Meyen hat sich in einer 70-seitigen Studie mit dem Leben, den Gedanken und Idealen Jaurès’ beschäftigt. Dorothee Philipp sprach mit ihm über seine Motivation.

BZ: Wann sind Sie der Figur Jaurès zum ersten Mal begegnet?

Meyen: Im November 2012 gab es an der Universität Basel eine dreitägige internationale Tagung aus Anlass des 100. Jahrestages des außerordentlichen Kongresses der sozialistischen Internationale "Gegen den Krieg", der 1912 in Basel stattgefunden hatte. In den Vorträgen tauchte immer wieder der Name Jaurès auf, der einer der Hauptredner des Kongresses war. Man muss sich das einmal vorstellen: Für diesen Anlass damals hatte die Kirche das Basler Münster zur Verfügung gestellt. 5000 Zuhörer passten hinein, außen warteten mindestens weitere 10 000. Es muss eine unglaublich mitreißende Stimmung geherrscht haben, nicht zuletzt auch wegen des rhetorischen Talents, mit dem Jaurès seine Zuhörer in Bann ...

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