"Jeder kann jederzeit Opfer werden"

Andrea Drescher

Von Andrea Drescher

Di, 16. März 2010

Neuenburg

BZ-INTERVIEW mit Sozialarbeiter Wolfgang Gerbig über Mobbing an Schulen / Vortrag am Mittwoch in Buggingen.

BUGGINGEN/NEUENBURG. Wolfgang Gerbig ist Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadt Neuenburg und seit kurzem zudem Vorsitzender des Kreisjugendrings. Seine beruflichen Erfahrungen in Jugendbüro und Schulen bringt der Sozialarbeiter auch in seine ehrenamtliche Arbeit ein. Am Mittwoch hält er einen Vortrag über Mobbing an Schulen – und sagt, wie Eltern und Lehrer damit umgehen sollten.



BZ: Aus eigenen Schulerfahrungen weiß man, wie gerne Kinder andere hänseln. Ab wann fängt Mobbing in der Schule an?

Gerbig: Die Grundlagen für diese Verhaltensstrukturen werden in der Grundschule gelegt. Teilweise fängt Mobbing-Verhalten aber schon im Kindergarten an.

BZ: Aber woher kommt das?

Gerbig: Durch mangelndes Einfühlungs- und Vorbildverhalten der Erwachsenen. Wenn ein Kind die sozialen Kompetenzen nicht kennenlernt, dann kann es sich nicht in die Gefühlswelt anderer hineinversetzen oder erkennen, was das eigene Verhalten bei anderen bewirkt.

BZ: Das heißt, Kinder wissen gar nicht, was sie mit ihrem Verhalten anrichten?

Gerbig: Ich höre ganz oft von Mobbing-Tätern: "Das war gar nicht so gemeint" oder "Das war doch nur Spaß". Sie haben eine grundsätzlich falsche Einschätzung und sind sich der Auswirkung ihres Verhaltens nicht bewusst, das gilt auch für das Cyber-Mobbing: Auch im Internet sind sich ...

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