Die Feuerwehr bekommt ein neues Fahrzeug

Hagen Späth

Von Hagen Späth

Mo, 27. Mai 2019

Neuried

Die Gemeinde Neuried setzt nun Stück für Stück den einstimmig gefassten Bedarfsplan für die Feuerwehr Neuried um.

NEURIED (has). Die Gemeinde beginnt, den im vergangenen Jahr erstellten Bedarfsplan für die Feuerwehr umzusetzen. Darin enthalten ist die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs für Ichenheim und die Ausarbeitung eines Löschwasserkonzepts. Schließlich soll die Zusammenarbeit mit benachbarten Wehren intensiviert und dafür eine Vereinbarung abgeschlossen werden. Jeweils einstimmig folgte der Gemeinderat am Mittwochabend den Vorschlägen der Verwaltung.

Kämmerer Andreas Delfosse erläuterte, dass mit dem neuen Tanklöschfahrzeug TLF 3000 das alte LF 16/12 ersetzt werden soll. Je nach Ausstattung und Modell belaufen sich die Kosten für das neue Fahrzeug auf etwa 350 000 Euro. Weil die Beschaffung immer etwas länger dauere, habe man im nächsten Haushalt 150 000 Euro eingestellt und für den Haushalt 2021 dann 200 000 Euro vorgesehen, sagte Delfosse. 80 000 Euro könnten als Zuschuss beantragt werden. Mit dem Auftrag soll die Agentur Wiesecke aus Lahr beauftragt werden. Feuerwehrkommandant Ralf Grim beschrieb das neue Fahrzeug als vielseitig und schnell einsetzbar. Es könne schnell ausrücken und verfüge über 3000 bis 4000 Liter Wasser – je nach Ausführung –, so dass damit schnell ein Riegel erstellt werden könne, auch in engen Ortslagen. Andererseits könne es auch gut in der Fläche eingesetzt werden, wo kein Wasseranschluss zur Verfügung stehe, zum Beispiel bei Waldbränden. Das alte LF 16/12 wird zunächst behalten und dient als Übungsfahrzeug der Jugendfeuerwehr.

Überprüfung der Löschwasserverhältnisse

Auch die Anfertigung eines Löschwasserkonzepts war im Feuerwehrbedarfsplan gefordert worden und wird jetzt umgesetzt. Den Auftrag dazu vergab der Rat an das Büro RBS wave. Ziel des Konzepts ist es, die bestehenden Löschwasserverhältnisse zu untersuchen und zu überprüfen, ob und unter welchen Rahmenbedingungen die Wasserversorgung gesichert ist und welche Möglichkeiten bestehen, sie zu verbessern. Unter anderem gehe es auch darum, antwortete Bürgermeister Jochen Fischer auf eine Frage von Gerhard Moser (CDU), die Tiefbrunnen zu untersuchen: "Es könnte sein, dass wir den einen oder anderen reaktivieren müssen."

Schließlich strebt Neuried mit benachbarten Wehren eine intensivere Zusammenarbeit an und will dazu Vereinbarungen abschließen wie es andere Gemeinden auch schon taten. Eine erste Vereinbarung soll mit der Stadt Kehl getroffen werden aufgrund schon jetzt geleisteter gemeinsamer Einsätze an der L98 und im interkommunalen Gewerbegebiet Basic. Vereinbarungen mit weiteren Gemeinden sollen folgen.