Immer mehr Infizierte

Noch strengere Corona-Vorgaben auch im Landkreis

Andrea Drescher

Von Andrea Drescher

So, 18. Oktober 2020 um 17:21 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Wegen Gefahr im Verzug, weil es immer mehr Corona-Infizierte gibt, hat der Landkreis am Samstag eine Allgemeinverfügung erlassen. Doch von Montag an gelten noch strengere Regeln auf Landesebene.

Auch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald stecken sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Am Sonntag trat daher eine Allgemeinverfügung fürs gesamte Kreisgebiet in Kraft – mit einer Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auf Märkten jeglicher Art und einer generellen Begrenzung der Personenzahl bei Feiern. Allerdings verschärft vom Montag an das Land Baden-Württemberg seine Corona-Verordnung, und deren strengere Regeln gelten auch für den Landkreis.

Anlass für die Allgemeinverfügung war, dass am Freitag im Kreis die Zahl der Neuansteckungen mit Covid-19 in der sogenannten 7-Tages-Inzidenz den kritischen Wert von 35 pro 100 000 Einwohner überschritten hatte. Am Samstag lag der Wert nach Daten des Landesgesundheitsamts bereits bei 40 pro 100 000 Einwohnern, am Sonntag bei 45,5. Das Landratsamt sprach in einer Mitteilung davon, dass es sich "um die Fortsetzung des allgemeinen Trends der Infektionsausbreitung in der Bevölkerung" und nicht um lokale Ausbrüche handle. Die Behörde hatte daher am Samstag wegen Gefahr im Verzug die Verfügung erlassen. In der Mitteilung war aber schon darauf hingewiesen worden, dass die Landesregierung plane, die Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg auszurufen, was eine weitere Ausweitung von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zur Folge haben werde.

Der Landkreis hatte für seine 50 Städte und Gemeinden eine Maskenpflicht auf jeglichen Märkten vorgegeben sowie bei Feiern in privaten Räumen eine Teilnehmerzahl von maximal 15 Menschen und in öffentlichen Räumen maximal 25. Das Land begrenzt nun private Treffen auf maximal zehn Personen oder zwei Haushalte, und die Maskenpflicht gilt überall dort, wo im öffentlichen Raum die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.