Nur drei Springerinnen knacken die 100-Meter-Marke

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Mi, 28. Oktober 2020

Skispringen

Quartett aus Baden-Württemberg bei der deutschen Skisprungmeisterschaft der Frauen / Ramona Straub muss Start absagen.

Vier Athletinnen vertraten die Skiverbände Baden-Württemberg (SBW) bei der deutschen Meisterschaft im Skispringen in Oberstdorf. Teamweltmeisterin Ramona Straub vom SC Langenordnach musste passen. Zwar ist die 27-Jährige nach überstandenem Kreuzbandriss und Meniskusschaden im Training auf die Schanze zurückgekehrt (die BZ berichtete), doch eine Wasseransammlung im Knie verhinderte laut Bundestrainer Andreas Bauer ihre Teilnahme an der DM im Allgäu.

Agnes Reisch (WSV Isny) gewann wie im Vorjahr Bronze, dazu kam noch Silber im Team. Die 21-jährige Schwäbin war neben den Teamweltmeisterinnen Katharina Althaus (SC Oberstdorf) und Juliane Seyfarth (TSG Ruhla) die einzige der 22 Springerinnen, die auf der Normalschanze die 100-Meter-Marke knackte. Im zweiten Durchgang landete sie nach 94,5 Metern. Insgesamt kam sie auf 219,2 Punkte. Im Kampf um den Meistertitel setzte sich Althaus (96,5/100/237) knapp gegen Seyfarth (100/97,5/236,5) durch.

Anna Rupprecht (SC Degenfeld/ 200,4) und die zu den Kombiniererinnen gewechselte Baiersbronnerin Svenja Würth (188,8) schafften es als Fünfte und Siebte ebenfalls in die Top Ten. Als einzige verbliebene Starterin des Skiverbands Schwarzwald (SVS) kam Anna Jäkle auf Rang 16. Mit ihren 73,5 und 71,5 Meter weiten Sprüngen und 112,3 Punkten wurde die 17-jährige Schonacherin bei den Juniorinnen Zehnte.

Silber im Teamwettkampf für Rupprecht und Reisch

Im Teamwettkampf mussten sich Rupprecht (93,5/99,5) und Reisch (92/94) mit 433 Punkten nur dem Thüringer Duo Luisa Görlich/Juliane Seyfarth (459,4) geschlagen geben. Die Vizemeisterinnen verwiesen die Bayerinnen Sophia Maurus und Katharina Althaus, die auf 411,1 Punkte kamen, klar auf den Bronzerang. Als zweites baden-württembergisches Team behaupteten sich Jäkle (86,5/91) und Würth (93/91,5) als Fünfte (336,7) in der ersten Hälfte des Feldes.

Svenja Würth mutete sich in zwei Tagen gleich drei Wettkämpfe zu. In ihrer ersten Saison als Nordische Kombiniererin setzte sie sich in ihrer stärkeren Disziplin mit ihrem Sprung auf 97 Meter an die Spitze. Doch der Vorsprung von 20 Sekunden auf die 18-jährige Sächsin Jenny Nowak reichte nicht. Auf der fünf Kilometer langen Skirollerstrecke musste Würth außer der souveränen deutschen Meisterin auch die Thüringerin Emilia Görlich ziehen lassen. Immerhin rettete die 27-jährige Nordschwarzwälderin bei ihrer Premiere im kleinen Feld noch Bronze.