Nussbaum bleibt in Familienhand

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 03. Juli 2020

Kehl

Arbeitsplätze bleiben erhalten.

(BZ). Der Hebebühnen-Hersteller Nussbaum bleibt in Familienhand. Nach der Insolvenz der Otto Nußbaum GmbH & Co. KG verkauft Insolvenzverwalter Dirk Pehl von Schultze & Braun den Geschäftsbetrieb an die neu gegründete Nussbaum Custom Lifts GmbH, hinter der ebenfalls die Familie Nußbaum steht. Alle rund 220 Arbeitnehmer gehen auf die neue Gesellschaft über, die Produktionsstandorte in Kehl bleiben erhalten. Das traditionsreiche Familienunternehmen, das 1943 als kleine Schlosserei in Kehl begann, gilt heute als einer der Marktführer für Hebebühnentechnik weltweit.

Nussbaum war wegen der Aufwendungen für einen seit 2014 andauernden Restrukturierungsprozesses, hoher Tilgungslasten, eines Nachfrageeinbruchs sowie der Corona-Auswirkungen in wirtschaftliche Schieflage geraten. Insolvenzverwalter Pehl hatte den Geschäftsbetrieb bei Otto Nußbaum unmittelbar nach dem Insolvenzantrag nach eigenen Angaben fortgeführt und die Kurzarbeit beenden können. Gleichzeitig suchte das spezialisierte Beratungsunternehmen Wintergerst nach geeigneten Investoren für eine Übernahme des Geschäftsbetriebs. In Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss bekam die Familie den Zuschlag für die Übernahme, die mit der neu gegründeten Nussbaum Custom Lifts GmbH vollzogen wird.

Dirk Pehl zuletzt: "Damit ist es gelungen, das Unternehmen und 220 Arbeitsplätze für die Region zu erhalten. Ich denke, das ist ein gutes Ergebnis in einer schwierigen Phase der deutschen Wirtschaftsentwicklung."