"Das Unrecht der Arisierung bleibt bestehen"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 25. Februar 2015

Offenburg

OFFENBURGER STRASSEN-CHECK: Senator Franz Burda war zur NS-Zeit ein Mitläufer / "Wenn Aenne nicht gewesen wäre, hätte er sich sicher verführen lassen".

OFFENBURG (BZ). Von 757 Offenburger Straßennamen hat das Stadtarchiv 53 Namen näher unter die Lupe genommen. Es handelt sich dabei um Namensgeber, die während der Weimarer Republik und der Zeit des Dritten Reiches lebten und in dieser Zeit gewirkt haben. Zusätzlich untersuchte das Archiv alle Straßenbenennungen, die zwischen 1933 und 1945 vorgenommen wurden. In loser Folge veröffentlichen wir die von Wolfgang Gall, Leiter von Archiv und Museum, zusammengetragenen Erkenntnisse.

GÜNSTIGE KONDITIONEN
Nach Senator Franz Burda (1903-1986) wurden Straßen in Albersbösch (1959) und in Fessenbach (1966) benannt. Franz Burda war der Sohn des Druckereibesitzers Franz Burda in Philippsburg. 1905 übersiedelte der Vater mit seinem kleinen Unternehmen nach Offenburg, wo der Sohn die Oberrealschule besuchte. Nach dem Abitur arbeitete er als kaufmännischer Lehrling in Offenburg, Buchhalter und selbständiger Verkäufer im kleinen väterlichen Unternehmen mit Sitz in Freiburg. Als Werkstudent ermöglichte er sich in Freiburg, München und Erlangen ein Studium der Volkswirtschaft, bestand 1926 das Examen als Diplomvolkswirt und promovierte 1928 zum Dr. rer. pol..

Anschließend musste er die Leitung des kleinen Betriebes von seinem todkranken Vater (gestorben 1929) übernehmen, zugleich auch die Redaktion der neugegründeten Rundfunkzeitschrift "Sürag". 1929 legte Burda die Gesellenprüfung im Buchdrucker-Handwerk ab, 1930 die Meisterprüfung. Im gleichen Jahr finden wir Franz Burda als Kandidaten der Wirtschaftspartei bei den Offenburger Gemeinderatswahlen.

Anfang der 1930er Jahre hatte die "Sürag" bereits eine Auflage von 85 000 Exemplaren erreicht und Burda einen Mitarbeiterkreis von 100 Mann. Der Weg ...

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