Verbandsliga

Offenburger FV müht sich zu 2:1-Heimsieg gegen Waldkirch

Benedikt Hecht

Von Benedikt Hecht

So, 27. September 2020 um 20:50 Uhr

Verbandsliga Südbaden

Zufrieden, nein, so fühlte sich die Gefühlslage von OFV-Coach Benjamin Pfahler nach dem 2:1-Heimsieg gegen seinen Ex-Club SV Waldkirch keineswegs an.

Klar, sein Team hatte gewonnen, den dritten Sieg im dritten Heimspiel im Karl-Heitz-Stadion eingefahren, "wenn wir ehrlich sind, hätte Waldkirch heute – gerade nach so einer zweiten Halbzeit – auch einen Punkt mitnehmen können", schimpfte Pfahler.

Der Mangel an Konstanz bereitet Pfahler derzeit Probleme. Eine Halbzeit zeigt seine Mannschaft ihr Können, "nur fehlt es uns dann an Effektivität" (Pfahler), in den zweiten 45 Minuten kommen seine Mannen dann aber aus dem Rhythmus. So war es auch gegen die Elztäler der Fall. Dank zweier Tore von Kapitän Marco Petereit 16., 23.) ging der OFV mit einer eigentlich komfortablen Führung in die Pause. "Ein Lob an Marco, dass er trotz seiner Malaisen überhaupt aufgelaufen ist. Er hat sich heute wieder voll in den Dienst der Mannschaft gestellt", sagte Pfahler. Doch eigentlich war dieses 2:0 zuwenig. Denn der OFV besaß genug Möglichkeiten, um bis zum Seitenwechsel gar eine 3:0 oder 4:0-Führung herauszuspielen. Allein Fabio Kinast hätte nach einem Alleingang aufs Tor eigentlich treffen müssen.

Stattdessen brachten sich die Offenburger selbst in die Bredouille. Waldkirch kam nämlich wie ausgewechselt aus der Kabine, baute Druck auf, "allerdings haben wir sie dies auch tun lassen", so Pfahler. Die Folge war der Anschlusstreffer durch Dominik Frassica (67.).

Eine wirkliche Erklärung für den Leistungsabbruch fand Pfahler allerdings nicht: "Es muss eine mentale Sache sein. Vielleicht waren einige der Jungs sich nach dem 2:0 zu siegessicher." Eine Einstellung, die Pfahler jedenfalls nicht schmeckt und er auch ansprechen wird.

Tore: 1:0, 2:0 Petereit (16., 23.), 2:1 Frassica (67.). Zuschauer: 200.