Erste Schätzung

Orkan Sabine hinterlässt 30.000 Festmeter Schadholz im Landkreis Lörrach

hirt, sda

Von Jonas Hirt & sda

Di, 11. Februar 2020 um 16:14 Uhr

Kreis Lörrach

Auch die zweite Nacht mit starken Winden verläuft im Landkreis Lörrach eher glimpflich. Es gibt keine Verletzten. Schon jetzt ist deutlich, dass der Wald gelitten hat.

Polizeisprecher Mathias Albicker sagt auf BZ-Anfrage: "Außer umgestürzten Bäumen gab es nix besonderes." Wie auch in der Nacht auf Montag habe es im Landkreis Lörrach keine Verletzten gegeben. In der Nacht habe es zudem zwei Fehlalarme für die Lörracher Feuerwehr gegeben. Zudem berichtet Albicker von zwei beschädigten Autos am Montag. Eines sei in Weil am Rhein von einem heruntergefallenen Baum getroffen worden, das andere in Rheinfelden von einem Straßenschild.

Laut der Internetseite des Landratsamts musste im Verlauf des Dienstagmorgens die L134 zwischen Kandern und Hammerstein gesperrt werden. Es gibt eine Umleitung. Günter Lenke, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kandern berichtet in einer Pressemitteilung, dass die Feuerwehr um 22.23 Uhr gerufen wurde. Mit der Polizei habe man sich für eine Sperrung entschieden, Bäume drohten auf die Fahrbahn zu stürzen. "Das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer den Gefahrenbereich trotz abgesperrter Straße zu passieren ist sehr bedauerlich", so Lenke.

Viel Schadholz nach dem Sturm

Nach einer ersten Schätzung des Landratsamts hat der Orkan in den Wäldern 30.000 Festmeter Schadholz hinterlassen. Das entspreche 15 Prozent der normalen Holznutzung eines Jahres in den Wäldern des Landkreises. Vor allem die Lagen oberhalb von 1100 Metern seien betroffen. "Aufgrund umgestürzter Bäume sind viele Waldbereiche aktuell noch nicht zugänglich, so dass noch kein vollständiges Bild vorliegt", heißt es in der Mitteilung. Zugleich warnt die Behörde davor, die Wälder zu betreten. Viele Bäume könnten bei Böen umstürzen: "Es besteht Lebensgefahr."

Basel

In der Region Basel habe der Sturm Sabine in der Nacht auf Dienstag nur noch geringe Schäden verursacht. Es habe keine Verletzten gegeben, teilten die Polizeisprecher der beiden Basel am Dienstag mit. Seit Montagnachmittag gingen bei den Baselbieter Rettungsdiensten 19 Meldungen wegen umgestürzter Bäume und Bauabschrankungen sowie Schäden an Dächern ein, meldete die Baselbieter Polizei auf Anfrage.

Straßen mussten nicht gesperrt werden. Es sei also "sehr glimpflich ausgegangen", so das Fazit des Sprechers der Baselbieter Polizei. Auch im Stadtkanton gab es in der Nacht auf Dienstag keine außerordentliche Schadensmeldungen mehr. Die Berufsfeuerwehr sei noch mit "einer guten Handvoll" Einsätzen wegen abgebrochener Äste, gelösten Dachziegeln, Gegenständen auf der Straße und umgewehter Bäume beschäftigt gewesen, teilte der Mediensprecher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements mit.Im Kanton Baselland blieb der Schulbesuch am Dienstag nach wie vor Ermessenssache der Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten. Der Kantonale Krisenstab hatte diese Direktive in der Nacht auf Montag herausgegeben.
Zusammenfassung Montag

Es scheint, als wäre der Landkreis Lörrach glimpflich davon gekommen. Die Einsatzkräfte hatten zwar der Integrierten Leitstelle in Lörrach bis 12 Uhr 95 Einsätze. Darunter seien aber keine gravierenden gewesen. Einer aktuellen Anfrage zufolge war es am frühen Abend ruhiger. Die Schulen im oberen Wiesental blieben am Montag komplett geschlossen, sie sollen Dienstag wieder öffnen. Es werden aber nicht alle Schulen öffnen. Voraussichtlich bleiben in Rheinfelden einige Einrichtungen zu.