100. Geburtstag

Papst Johannes Paul II: Heiliger, eiliger Vater

Gerhard Kiefer

Von Gerhard Kiefer

Mo, 18. Mai 2020 um 12:23 Uhr

Ausland

BZ-Plus Karol Wojtyła wäre heute 100 Jahre alt geworden. Der Pontifex aus dem zwar katholischen, aber damals noch kommunistisch regierten Polen wurde weltweit verehrt.

Zehntausende Italiener jubeln an jenem Oktoberabend 1978 auf dem Petersplatz. Der weiße Rauch über der Sixtinischen Kapelle signalisiert, was ihnen Kardinalprotodiakon Pericle Felici auf Latein bestätigt: "Habemus papam" – es gibt einen neuen Papst. Natürlich wieder ein Italiener, sind sich die Wartenden sicher, das ist schließlich Tradition seit 455 Jahren. Doch dann verkündet der Kardinal, wen das Konklave gewählt hat: "... Cardinalem Carolum Wojtyła".

Nun sind die Italiener perplex. Carolus wer? Ein "negro", ein Schwarzer? Dass Felici den Namen korrekt als "Wojtywa" ausspricht, löst das Rätsel nicht. Bis der charismatische Erzbischof aus Krakau als Papst auf der Benediktionsloggia des Petersdoms erscheint, die Menge mit passablem Italienisch überrascht und die Welt seine Wahl als Sensation zu begreifen beginnt.

Wer hat schon mit einem Pontifex aus dem zwar katholischen, aber damals noch kommunistisch regierten Polen gerechnet? Und wer hätte für möglich gehalten, dass die fast 2000-jährige Kirche mit einer Milliarde ...

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