Pater Roman Brud ist nun offiziell Prior

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Di, 15. September 2020

Todtmoos

Gläubige stehen sogar vor den Toren der Kirche, um den Festakt in Todtmoos mitzubekommen.

Seit dem 1. September ist Pater Roman Brud Prior des Paulinerklosters in Todtmoos und Leiter der Seelsorgeeinheit Todtmoos-Bernau. Am Sonntag wurde er im Rahmen eines Festgottesdienstes von Weihbischof Christian Würtz in sein Amt eingeführt. Begrüßt wurde in diesem Rahmen der neue Seelsorger Heinrich Cmiel.

Bis auf den letzten Platz war der Festgottesdienst in der Wallfahrtskirche unter Einhaltung der Corona-Vorschriften besucht, einige Gottesdienstbesucher fanden noch einen Platz vor der Kirche und verfolgten den Gottesdienst durch die geöffneten Türen der Kirche. Gekommen waren auch die Teilnehmer der Männer- und Familienwallfahrt aus dem Kreis Waldshut. Weihbischof Christian Würtz überreichte Pater Roman die Bestellungsurkunde, in der ihm, wie es in dem Text heißt, die Verantwortung für Seelsorge und Verwaltung in der Seelsorgeeinheit übertragen wird. Pater Roman seinerseits führte seinen Mitbruder Heinrich Cmiel in seine neue Aufgabe als Seelsorger in Todtmoos und Bernau ein.

In seiner Predigt ging Weihbischof Würtz auf das Motto des Gottesdienstes "Maria als Mutter Europas" ein. Man könne meinen, dass die Geschichte Europas und der EU eine Geschichte der Krisen sei, sagte der Weihbischof und nahm damit unter anderem Bezug auf die Corona- und die Finanzkrise sowie die aktuelle Lage in Belarus. Aber Europa sei mehr als Krisen, sondern ein Lebens- und Kulturraum, der das friedliche Zusammenleben ermöglichen solle. Weihbischof Würtz ging ferner auf das äußere Erkennungszeichen Europas, die blaue Fahne mit den zwölf Sternen, ein, die die Völker Europas im Kreise der Einheit darstelle. Er wies auf die häufige Darstellung der Gottesmutter Maria mit einem von zwölf Sternen umgebenen Haupt hin und sah darin einen Zusammenhang zu der europäischen Flagge. Maria sei auf diese besondere Weise zu einer Schutzpatronin Europas geworden. Und in Hinblick auf die Wallfahrt an diesem Tage: Diese sei ein Beitrag zum friedlichen Zusammenleben der Menschen. Hoffnung und Heimat benötige man in heutigen Zeiten ganz besonders, ergänzte Pater Roman später und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass die Wallfahrer in Todtmoos eine Heimat finden. Der Festgottesdienst wurde musikalisch gestaltet von einer Schola, die auf der Empore einige Kirchenlieder vortrug.