Pazifismus begründet sich in Sehnsucht der Menschen nach friedlichem Leben

Lutz Brüggemann

Von Lutz Brüggemann (Merzhausen)

Sa, 02. Januar 2021

Leserbriefe

Zu: "Ein Pazifist greift durch", Beitrag von Jan Dörner (Politik, 18. Dezember)

"Wenn Du Frieden willst, bereite den Krieg vor durch Aufrüstung", gilt als Maxime. So heißt deshalb das zuständige Ministerium in vielen Staaten Kriegsministerium. Wir nennen es Verteidigungsministerium und bringen dadurch zum Ausdruck, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland in Frieden leben will und manche bereit sind, mit dem Dienst als Soldat gegen Mächte, die das verhindern wollen, kampfbereit zu sein.

"Wenn Du Frieden willst, bereite den Frieden vor durch Aufrüstung der Friedensbildungen", gilt als Maxime der Pazifisten. Ist es nicht seltsam, dass Militaristen nicht – wie die Pazifisten oft – als Utopisten, realitätsferne, spinnende Idealisten beschimpft werden? Denn welcher Krieg hat je zu wirklichem Frieden geführt?

"Rolf Mützenich steht in der Tradition seines eigenen Denkens", schreibt Jan Dörner. Dieses Denken begründet sich meines Erachtens in der tiefsten Sehnsucht aller Menschen, zumindest aller Kinder der Welt, in der Sehnsucht nach einem friedlichen Leben in der eigenen Familie und der Menschheit. Gerade in der Weihnachtszeit lebt diese Sehnsucht auf. Ich schätze alle politischen Forderungen nach Friedensmaßnahmen. So könnte auch aus dem Verteidigungsministerium ein "Ministerium für Frieden" werden. "Fürchtet Euch nicht", sagen Engel in der bekannten Weihnachtsgeschichte. Wenn ich dabei gewesen wäre, hätte ich hinzugefügt: "Habt Mut, Eurer Sehnsucht nach Frieden auf Erden zu folgen."

Lutz Brüggemann, Merzhausen