Neustädter Freibad

Planschen wird 40 Cent teurer

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Mi, 24. Juni 2020 um 16:42 Uhr

Titisee-Neustadt

Die Eintrittspreise für das Freibad Neustadt steigen um 40 Cent. Nicht, um die Badegäste zu schröpfen, sondern um einen Teil der Kosten für das Online-Ticket-System zu decken, es kostet 600 Euro einmalig zuzüglich 57 Cent je Badegast.

Das System soll es unter anderem ermöglichen, mit Blick auf Corona etwaige Infektionsketten leicht zu klären. Bürgermeisterin Meike Folkerts hob darauf ab, dass auch die Stadt ihren Teil zur Kostendeckung beiträgt.

Erwachsene zahlen vom 1. Juli an 4 Euro; Kinder bis 17 Jahre und Schwerbehinderte 2,50 Euro, Gäste mit Gästekarte 3,50, Gästekinder 2,50 Euro. Abendkarte ab 18 Uhr Erwachsene 3,50 Euro, Kinder 2,50 Euro. Badezeit von 9 bis 20 Uhr. Gruppenpreis bei Schulklassen je Schüler und Begleitperson 1,20 Euro.

Angesichts der zusätzlichen Hygieneanforderungen und geringerer Einnahmen durch weniger Besucher hält die Verwaltung die Erhöhung für moderat.

Der Rat folgte einmütig. Daniela Evers (Grüne) sprach von einer moderaten Erhöhung, Christoph Hog (Bürgerliste) sah eine alte Forderung erfüllt, um die Verluste der Einrichtung zu mindern und empfahl, auf dem Weg weiterzumachen.

Frühschwimmer zahlen voll

Mit den Frühschwimmern werden die treuesten der treuen Badegäste das Nachsehen haben, denn da keine Saisonkarten ausgegeben werden, müssen sie für ihre morgendlichen Runden trotz der überschaubaren Zeit den vollen Preis bezahlen. Folkerts sagte mit Blick auf Corona, es seien eben besondere Umstände. Sie wies auch darauf hin, dass technisch nur drei Tarifklassen möglich sind. Veronika Hofmeier (Bürgerliste), selbst Frühschwimmerin, war sich sicher, dass der Preis kein Problem sein wird.

1000 Karten für herkömmlichen Eintritt

Für Menschen, die mit dem Eintrittssystem online fremdeln, wird ein Kontingent von vorerst 1000 Karten an der Kasse hinterlegt, man kann also wie bisher Eintritt bezahlen. Folkerts dachte laut darüber nach, auch künftig beide Buchungs- beziehungsweise Bezahlsystem anzuwenden. Wer je nach Wetter oder Zeit kurzentschlossen ins Bad möchte, kann es versuchen: Wenn noch Platz ist, ist es möglich, wenn voll ist, geht’s nicht, denn die Zahl der Besucher gleichzeitig ist, wie berichtet, beschränkt. Wer gebucht hat und dann nicht kommen kann, erhält voraussichtlich keine Erstattung