Verkehrssicherheit

Polizei kontrolliert verstärkt zum Schulanfang – und gibt Tipps

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 13. September 2021 um 11:00 Uhr

Offenburg

Die Schule hat wieder begonnen – und die Polizei gibt wieder Sicherheitstipps. Im vergangenen Schuljahr gab es allein im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg 53 Schulwegunfälle.

Am heutigen Montag beginnt das neue Schuljahr. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer insbesondere auf den Schutz von Schülerinnen und Schüler zu achten. Im Rahmen der Aktion "Sicherer Schulweg" kontrollieren daher Polizeibeamtinnen und -beamten des Polizeipräsidiums Offenburg verstärkt das Verkehrsgeschehen.

Im Schuljahr 2020/2021 waren laut Pressemitteilung des Polizeipräsidiums 53 Schulwegunfälle zu verzeichnen, was einen Anstieg von 16 Unfällen zum Vorjahr 2019/2020 bedeutet, in dem allerdings auch pandemiebedingt mehr Heimunterricht stattfand. Während bei den Unfällen 47 Schülerinnen und Schüler leicht verletzt wurden, kam es in sechs Fällen zu schweren Verletzungen. Todesfälle waren laut Pressemitteilung nicht zu beklagen.
Tipps der Polizei für Eltern
  • Laufen Sie anfangs mit Ihrem Kind ein paar Mal den Schulweg ab, hin und zurück, und zwar den sichersten, nicht den kürzesten.
  • Achten Sie gerade in der kommenden Jahreszeit auf helle Kleidung. Reflektierende Sicherheitswesten erhöhen die Erkennbarkeit.
  • Wenn Kinder mit dem Auto oder Fahrrad zur Schule gefahren werden, sichern Sie die Kinder mit den vorgeschriebenen Kindersitzen.
  • Fahren Sie in der Nähe von Kindergärten- und Schulwegen langsam und rechnen Sie mit spontanen Handlungen von Kindern am Fahrbahnrand, seien Sie bremsbereit.
  • Lassen Sie die Kinder auf der Fahrbahn abgewandten Seite ein- und aussteigen. Halten Sie mit ihrem Fahrzeug nicht auf dem Gehweg. Auch für "Eltern-Taxis" gilt: Im absoluten Halteverbot darf man nicht anhalten. Diese Bereiche sind vor Kindergärten und Schulen eingerichtet, um Autofahrern und Kindern die Sicht nicht zu versperren und ein sicheres Queren der Fahrbahn zu ermöglichen.

Bei der Untersuchung der Unfallursachen war ein Anstieg der selbst verschuldeten Unfälle durch die Schülerinnen und Schüler von 56 auf 60 Prozent zu erkennen. Beteiligt waren dabei im wesentlichen Radfahrer (50 Prozent), Pkw (34 Prozent) sowie Fußgänger und motorisierte Zweiräder mit jeweils sechs Prozent. Nahezu die Hälfte der Unfälle ist auf den Ursachenkomplex "Vorfahrt, Abbiegen, Ein- und Ausfahren" zurückzuführen. Weiterhin schlagen Fahrfehler und Regelverstöße zu Buche. Im Ortenaukreis war eine Zunahme von 27 auf 35 zu verzeichnen.
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Spitzenreiter bei der Schulwegsunfallhäufigkeit war im vergangenen Schuljahr Oberkirch mit sechs, gefolgt von Offenburg mit fünf Schulwegunfällen. In Lahr ereigneten sich drei Verkehrsunfälle auf dem Weg zur Schule. Es lassen sich innerhalb der Städte aber keine Unfallhäufungsstellen festmachen.
In den ersten Schulwochen kontrolliert die Polizei unter anderem:
  • die Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht
  • die Geschwindigkeit, insbesondere an Stellen mit erhöhten Unfallgefahren für Kinder und Jugendliche und im Bereich der Schulwege
  • das Verhaltens von Kraftfahrzeugführern gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln und Schulbussen sowie an Bushaltestellen, Fußgängerfurten und -überwegen
    Verstößen gegen Park- oder Haltverbote
  • die Nutzung von Mobiltelefonen im Umfeld von Schulen, Kindergärten oder geschützten Überwegen
  • die technische Sicherheit der von Schülerinnen und Schülern genutzten Verkehrsmittel, insbesondere der Fahrräder
  • das Verhalten von Schülerinnen und Schülern auf den Schul- und Radschulwegen