Dunkle Jahreszeit

Polizeipräsidium Freiburg warnt vor Einbrüchen – und gibt Tipps zum Schutz

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 23. Oktober 2020 um 18:02 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Die Polizei warnt angesichts der bevorstehenden Winterzeit vor einer Zunahme an Einbrüchen. Experten geben am Montag Tipps am Telefon, um sich dagegen zu schützen.

Die Polizei warnt angesichts der bevorstehenden Winterzeit vor einer Zunahme an Einbrüchen. "In der dunklen Jahreszeit nehmen erfahrungsgemäß die Einbrüche in Wohnhäuser, Geschäfte und Firmen zu", heißt es in einer Pressemitteilung. Wer wissen will, wie man das eigene Haus einbruchssicher macht, kann am kommenden Montag Experten der Polizei am Telefon dazu befragen.

Vor allem grenzübergreifende Tätergruppen sorgten in der Vergangenheit im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg in den Herbst- und Wintermonaten für erhöhte Einbruchszahlen. In den ersten drei Kalenderwochen des Oktobers verzeichnete das Polizeipräsidium Freiburg in den Landkreisen Waldshut, Lörrach, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und dem Stadtkreis Freiburg weniger als zehn Einbrüche in der Woche. "Eine Steigerung der Zahlen kann jedoch nicht ausgeschlossen werden", heißt es einer Pressemitteilung.
Beratung der Polizei: Am Montag, 26. Oktober 2020, von 15 bis 18 Uhr, richtet das Polizeipräsidium Freiburg anlässlich des "Tags des Einbruchschutzes" eine Telefon-Hotline ein. Spezialisten informieren unter 0761/29608-25 zum Einbruchschutz.

Im Jahr 2019 wurden präsidiumsweit 931 Wohnungseinbrüche registriert, was einem Rückgang von 398 Einbrüchen entspreche. Die Aufklärungsquote lag bei rund 20 Prozent, wie Polizeisprecher Frank Fanz auf BZ-Nachfrage sagt. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gab es im vergangenen Jahr 268 Einbrüche. Das seien 83 weniger als im Jahr 2018. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen im Landkreis lag bei 17,5 Prozent, so Fanz.

Zwei wesentliche Gründe seien für den Rückgang bei den Einbruchszahlen ausschlaggebend, heißt es von Seiten der Polizei. Dazu zähle zum einen die Sensibilisierung der Bevölkerung, die bei verdächtigen Wahrnehmungen verstärkt den polizeilichen Notruf wähle. Zum anderen habe sich der Schutz des Wohneigentums durch die Aufrüstung von technischen Vorrichtungen verbessert. Dadurch werde es für Einbrechern unattraktiver einzusteigen. Im Idealfall werde auf den Einbruch ganz verzichtet oder es bleibe beim gescheiterten Versuch. Neben der Stärkung der sichtbaren Polizeipräsenz sei zudem der Ermittlungsdruck auf die im Dreiländereck aktiven Einbrechergruppen erhöht worden.
Tipps gegen Einbrüche

Viele Einbrüche können bereits durch einfache Verhaltensregeln verhindert werden, sagt die Polizei und nennt einige Tipps:
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren bei kurzer Abwesenheit verschließen.
  • Schließzylinder wechseln, wenn Schlüssel verloren wurden.
  • Zweifach abschließen beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung.
  • Hausschlüssel niemals draußen deponieren.
  • Rollläden nicht tagsüber geschlossen halten, das signalisiert Abwesenheit.
  • Bei Türen mit Glaseinsatz den Schlüssel nicht innen steckenlassen.
  • Bei Klingeln von Fremden nicht bedenkenlos öffnen, Türspion nutzen.
  • Kontakt zu Nachbarn pflegen. In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher kaum eine Chance.
  • In Mehrfamilienhäusern den Hauseingang tagsüber geschlossen halten.
  • Auf Fremde im Haus oder beim Nachbarn achten und ansprechen.
  • In Mehrfamilienhäusern Keller-
    und Bodentüren stets verschließen.
  • Wohnung von länger abwesenden Nachbarn betreuen und beispielsweise Briefkasten leeren. Es geht darum, einen bewohnten Eindruck zu erwecken.
  • Bei Gefahr, Hilferufen, ausgelösten Alarmanlagen und in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110 anrufen.