Sting-Duette

POP: Von durchweg hoher Qualität

Stefan Rother

Von Stefan Rother

Mi, 31. März 2021

Rock & Pop

Was haben Eric Clapton, Herbie Hancock, Charles Aznavour und Shaggy gemeinsam? Musikalisch nicht viel – aber sie verbindet, dass sie alle schon einmal mit Sting kollaboriert haben. 17 solcher gemeinsam eingespielten Songs sind auf "Duets" versammelt, wirklich neu ist davon aber nur ein Titel, "September", aufgenommen mit dem italienischen Bluesrocker Zucchero. Die restlichen Songs sind über fast drei Jahrzehnte hinweg entstanden; entsprechend abwechslungsreich ist die Zusammenstellung geworden. Der älteste Titel, "It’s Probably Me", erschien 1992 auf dem "Leathal Weapon 3" Soundtrack und ist eine tiefenentspannte Jazzrock-Nummer. Gleich darauf geht es mit Mylène Farmer in "Stolen Car" aus dem Jahr 2015 auf die Tanzfläche, bevor das bekannte "Desert Rose", erschienen 2000, mit dem algerischen Musiker Cheb Mami Weltmusik bietet. So wird weiter munter durch die Stile und Erscheinungsjahre gesprungen, was aber konstant gleich bleibt ist die hohe musikalische Qualität. Wer Stings Karriere in den letzten Jahren nur am Rande verfolgt hat, dürfte einige neue Stücke und manchen Künstler in neuem Licht entdecken – etwa Julio Iglesias, der hier "Fragile" haucht. Und da einige bekannte Kooperationen noch gar nicht berücksichtigt wurden, kann man sich gut einen zweiten Teil von "Duets" vorstellen.

Sting: Duets (Interscope)