Punktlandung beim Haushalt des Jahres 2019

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Di, 09. Februar 2021

Gottenheim

Rat Gottenheim zufrieden.

Trotz weniger Einnahmen bei der Gewerbesteuer sieht die Gottenheimer Verwaltung den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2019 als Punktlandung. Vom Haushaltsvolumen her war es, nicht zuletzt wegen des Baus des neuen Kindergartens, sogar ein Rekordhaushalt.

"Das ist ein denkwürdiger Augenblick, wir tragen für Gottenheim die Kameralistik zu Grabe", sagte Bürgermeister Christian Riesterer in der jüngsten Ratssitzung. Seit 2020 gilt das neue kommunale Haushaltsrecht. Rückblickend zeigte sich sich Riesterer sehr zufrieden mit dem Jahresabschluss, "wir haben sorgsam gewirtschaftet". Rechnungsamtsleiterin Vanessa Stofer sprach von einem Rekordhaushalt mit einem Volumen von erstmals mehr als 9,3 Millionen Euro, nicht zuletzt wegen zahlreicher Investitionen, etwa in den neuen Kindergarten. Im Verwaltungshaushalt stehen für 2019 rund 6,48 Millionen Euro, darin enthalten ist ein Überschuss von knapp 175 000 Euro. Dieser kam dem Vermögenshaushalt zugute (Volumen: 2,86 Millionen Euro). Der Rücklage wurden 1,2 Millionen Euro entnommen, sie verringerte sich auf knapp 540 000 Euro. Der Schuldenstand im Kernhaushalt stieg um rund 600 000 Euro auf knapp 800 000 Euro. Die Kreditaufnahme stammte aus dem Jahr 2018 und wurde in der Hauptsache für den Kauf eines Hauses zur Unterbringung von geflüchteten Menschen verwendet.

Insgesamt sei das Haushaltsjahr beinahe so verlaufen, wie geplant, so Stofer. Bei der Gewerbesteuer wurden 390 000 Euro weniger eingenommen als erwartet, auch bei der Einkommenssteuer gab es einen Rückgang. Für ungeplante Mehreinnahmen sorgte der Holzverkauf aus dem Gemeindewald. Mit rund 80 Prozent der Ausgaben im Vermögenshaushalt war 2019 der Bau des Kindergartens die größte Investition, hier wurden 2,28 Millionen Euro benötigt. 420 000 Euro flossen in den Ausbau der Breisgau-S-Bahn.

Auch die Jahresabschlüsse der Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung fielen so aus, wie erwartet, sagte Vanessa Stofer, 2021 stünden jedoch Neukalkulationen des Wasserpreises und der Abwassergebühren an. Die drei Jahresabschlüsse wurden einstimmige vom Gemeinderat angenommen.