Ortenauer Autozulieferer

PWO profitiert vom Autoboom in China

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Di, 27. Oktober 2020 um 15:21 Uhr

Wirtschaft

Beim südbadischen Unternehmen schlägt sich die wieder bessere Entwicklung der Autoindustrie nieder. Die Zentrale in Oberkirch befindet sich nah an der Gewinnschwelle.

Die deutlich bessere wirtschaftliche Entwicklung in der Automobilindustrie macht sich auch beim Oberkircher Autozulieferer PWO bemerkbar. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, lag der Umsatzrückgang im dritten Quartal bei nur noch acht Prozent. In den ersten neun Monaten des Jahres verringerte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dagegen noch um mehr als 25 Prozent.

Nach Angaben von PWO erzielte das Unternehmen einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit). Dieser stamme von den Auslandsstandorten. PWO hob dabei insbesondere die Ertragskraft des chinesischen Werkes hervor. In der Oberkircher Zentrale befinde man sich mittlerweile nahe an der Gewinnschwelle, lässt man die Rückstellungen für den Personalabbau außen vor.

In Oberkirch will PWO 150 bis 200 Stellen der 1450 Arbeitsplätze streichen. Dafür hat das Unternehmen Rückstellungen in Höhe von zehn Millionen Euro gebildet.

Personalabbau in der Oberkircher Zentrale

Der PWO-Umsatz lag im dritten Quartal bei 99,2 Millionen Euro (Vorjahr 108,5 Millionen Euro). D as Ebit vor Währungseffekten betrug unter Berücksichtigung der Rückstellungen minus vier Millionen Euro (Vorjahr plus 3,5 Millionen Euro). In den ersten neun Monaten des Jahres verzeichnete PWO einen Umsatz von 257,4 Millionen Euro (Vorjahr: 345,3 Millionen Euro). Das Ebit betrug minus 2,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei plus 14,3 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr geht PWO von einem Umsatz in Höhe von 350 Millionen Euro. Das Ebit werde voraussichtlich negativ ausfallen. Der Börsenkurs der PWO-Aktie lag am Dienstagnachmittag unverändert bei 16,80 Euro.