Radweg wieder zugänglich

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Fr, 16. Oktober 2020

Efringen-Kirchen

Lhoist suchte nach Lösungen.

(BZ/vl). Seit mehr als einem Jahr stritten Anwohner von Wintersweiler gegen die durchgezogene Leitplanke an der B 3, die im Zusammenhang mit der Ampel und den Schildern für die Sprengarbeiten des Kalkwerks gestellt worden war und verhinderte, dass Radfahrer oder Fußgänger von der Talstraße auf den Radweg an der B 3 gelangen können. Das Landratsamt hatte die geschlossene Planke aber immer wieder verteidigt. Umso größer ist die Überraschung nun, dass sie mit Zustimmung der Behörde nun doch geöffnet werden konnte.

Aufgrund von Rückmeldungen der Bevölkerung, so schildert das Landratsamt Lörrach in einer Pressemitteilung zu den "Anpassungen", habe die Firma Lhoist Rheinkalk GmbH nach technischen Lösungen gesucht. "Im Einvernehmen mit dem Landratsamt wurde die bestehende Schutzplanke durch die Herausnahme eines Teilstückes und dem Einbau von Anpralldämpfern nun baulich angepasst." Dies komme dem Ursprungszustand nahe. Die Baumaßnahme sei im Auftrag der Firma Lhoist koordiniert und nun umgesetzt worden.

Das Landratsamt hält noch einmal fest, dass die Schutzplanke zur Vermeidung von Kollisionen mit der Ampelanlage für die Sprengarbeiten aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig sei. Wichtig ist es dem Landratsamt aber auch, darauf zu verweisen, dass das Queren der Bundesstraße 3 an der Stelle aufgrund der örtlichen Gegebenheiten gefährlich ist. "Wegen der Streckenführung der Bundesstraße und der hohen Geschwindigkeiten ergibt sich eine unübersichtliche Situation." Daher sei das Überqueren an dieser Stelle "planmäßig nicht vorgesehen und erfolgt auf eigene Gefahr". Für Radfahrer empfiehlt der Landkreis von Wintersweiler aus den Weg entlang der Kreisstraße zum Ernst-Mach-Institut, von wo aus der Radweg an der B 3 besser erreichbar ist.