Baden-Württemberg

Der Südwesten bleibt ein Stauland - kürzere Staus, längeres Warten

dpa

Von dpa

Do, 06. Februar 2020 um 14:13 Uhr

Südwest

Morgens ins Büro, am Wochenende heim zur Familie, in den Ferien in den Urlaub - und immer wieder Stau. Zehntausende Stunden standen Autofahrer im vergangenen Jahr im Stau.

Die Staubilanz des vergangenen Jahres hat eine gute und eine schlechte Nachricht für Autofahrer in Baden-Württemberg. Die gute zuerst: Die Staus auf den baden-württembergischen Fernstraßen sind im vergangenen Jahr deutlich kürzer geworden als im Jahr zuvor, wie der ADAC am Donnerstag mitteilte. Und die schlechte? Autofahrer haben in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr deutlich länger im Stau gestanden.

In Kürze

Autofahrer steckten im Südwesten rund 70.000 Stunden in Staus und stockendem Verkehr fest - gut 14 Prozent mehr als 2018. Gleichzeitig ging die Länge der gemeldeten Staus laut ADAC-Statistik stark zurück um acht Prozent von 207 118 auf immer noch starke 191 461 Kilometer.

Im Bund

Bundesweit stockte der Verkehr 2019 insgesamt 521.000 Stunden lang, ein Plus von ebenfalls knapp 14 Prozent. Dabei gab es mit rund 708.500 gemeldeten Staus 5 Prozent weniger als im Vorjahr, und auch deren Gesamtlänge nahm mit rund 1,42 Millionen Kilometern um sieben Prozent ab.

Im Vergleich

Im Vergleich der am meisten mit Stau belasteten Bundesländer liegt Baden-Württemberg auf dem dritten Rang hinter Nordrhein-Westfalen (452.744 Kilometer) und Bayern (266.869 Kilometer). Gemeinsam entfallen auf diese drei Bundesländer 64 Prozent aller Staukilometer in Deutschland.



Schwerpunkte

Stärkste Staustraßen im Land: der Abschnitt zwischen Stuttgart und Karlsruhe auf der Autobahn 8, die Strecke der A5 zwischen Heidelberg und Karlsruhe und der A6-Abschnitt zwischen Heilbronn und Mannheim. Wegen der zeitraubenden Grenzkontrollen war erneut der Bereich der A3 zwischen der Bundesgrenze und Passau bundesweiter Spitzenreiter.

Gründe

Geduld ist also gefragt auf den baden-württembergischen Straßen. Der ADAC vermutet, die zunehmende Wartezeit könne an der um gut ein Prozent gestiegenen Fahrleistung der Autos und an der im Jahresvergleich um ein Fünftel gestiegenen Zahl der Baustellen liegen. "2019 gab es allein in Baden-Württemberg bis zu 56 Baustellen gleichzeitig, bundesweit waren es bis zu 623", teilte der ADAC mit.

Stautage

Wenig überraschend lagen die drei staureichsten Tage im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg in der ersten Woche der Sommerferien. "Dass die Urlaubszeit im Sommer meistens mit viel Stillstand auf den Straßen verbunden ist, zeigen auch die im Jahresverlauf stauträchtigsten Monate Juli und August", hieß es beim ADAC weiter.