Ratgeber

Was Bankkunden bei Fehlern machen können

Max Geißler

Von Max Geißler

Sa, 06. Juli 2019 um 13:41 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Ein Zahlendreher bei der Überweisung, Geld am Automaten vergessen oder ungedeckte Lastschriften – was Verbraucher bei solchen Missgeschicken tun können.

Commerzbank und Comdirect konnten Anfang Juni weder Überweisungen noch Lastschriften oder Daueraufträge für ihre Kunden ausführen. Grund waren IT-Probleme. Weil betroffenen Kontoinhabern Mahngebühren wegen ausbleibender Zahlungen drohten, übernahm die Commerzbank kurzerhand alle Kosten. Doch was passiert, wenn der Fehler beim Kunden liegt? Reagieren Banken dann genauso großzügig?

Fehler beim Überweisen
Beim Onlinebanking kann es schnell zu Fehlern kommen. Dank der ausgetüftelten 22-stelligen IBAN-Nummer werden Zahlendreher heute zwar meist erkannt, weil die enthaltene Prüfziffer mit Kontonummer und Bankleitzahl übereinstimmen. Erkennt das System einen Fehler, wird die Überweisung meist gar nicht erst ausgeführt. Kommt es aber dennoch zu einem Irrläufer, müssen Bankkunden um ihr Geld bangen. "Aufgrund rechtlicher Regeln müssen Geldhäuser seit 2009 die Kontonummer nicht mehr mit dem Namen des Empfängers vergleichen", sagt Alexander Baumgart von der ING-Bank. Seither haben Kunden gegenüber ihrer Bank keinen Anspruch mehr auf Erstattung des fehlgeleiteten Betrags.

Wer sein Geld zurückhaben will, sollte schnell aktiv werden. "Kontaktieren Sie umgehend ihre Bank", empfiehlt Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken. Manchmal entscheiden Minuten, denn die Annahmefristen, bis zu denen eine Bank Überweisungen noch am selben Tag ausführt, sind sehr unterschiedlich. Bei der ING ist die Stichzeit 14 Uhr, bei Comdirect 18 Uhr und bei der Targobank 20.15 Uhr. Hat das Geld die Hausbank erst einmal ...

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