Tarnkappe enttarnt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 05. Februar 2020

Gesundheit & Ernährung

Krebsforschung in Freiburg.

Im Kampf gegen veränderte Zellen im Körper, die zu Krebs werden können, leisten die T-Zellen des Immunsystems Schwerstarbeit. Sie starten ein regelrechtes Vernichtungsprogramm. Das funktioniert in vielen Fällen gut – bis Krebszellen so mutieren, dass sie eine Art Tarnkappe entwickeln und dem Immunsystem entkommen.

Forscherinnen und Forscher der Universität Freiburg und der Leibniz Universität Hannover (LUH) haben nun aufgeklärt, wie ein Schlüsselprotein dieser als "Immune Escape" bezeichneten Strategie von Tumorzellen aktiviert wird. Das teilt die Uni Freiburg mit. Das Team um Maja Banks-Köhn und Wolfgang Schamel von den Exzellenzclustern für Biologische Signalstudien Cibbs und Bioss der Universität Freiburg und die Strukturbiologin Teresa Carlomagno von der LUH habe dafür biophysikalische, biochemische und immunologische Methoden genutzt.

Die Chemische Biologin Banks-Köhn hofft demnach, in Zukunft Wirkstoffe zu entwickeln, die spezifisch in diesem Aktivierungsmechanismus wirken und die etablierten Krebstherapien mit so genannten Immun-Checkpoint-Inhibitoren zu verbessern. Die Ergebnisse stellt das Forschungsteam in einer Studie im Fachmagazin Science Advances vor.