Dilemma zwischen Kind und Karriere

"Viele Mütter spüren sich selbst als Person gar nicht mehr"

Lisa Böttinger

Von Lisa Böttinger

Di, 15. Oktober 2019 um 20:18 Uhr

Liebe & Familie

BZ-Plus Mit Kind rutschen Paare oft in alte Rollen zurück, sagt Vereinbarkeits-Coach Stephanie Poggemöller. Warum arbeitende Eltern sich so zerrissen fühlen – und was sie dagegen tun können.

Stephanie Poggemöller ist studierte Betriebswirtin und zweifache Mutter, arbeitete unter anderem in leitender Funktion in einem Großkonzern. Sie weiß, wovon sie redet, wenn sie vom Spagat zwischen Job und Familie spricht. Die 40-Jährige berät Eltern und Firmen dazu, wie sie beides unter einen Hut bringen. 2018 machte sie sich mit ihrem Coaching-Unternehmen "Work and Family" in München selbstständig.

BZ: Warum kommen Eltern zu Ihnen?
Poggemöller: Viele sind unzufrieden mit der Rollenverteilung in ihrer aktuellen familiären und beruflichen Situation oder fühlen sich gestresst und ausgelaugt. Oft steht auch eine berufliche Veränderung an: Gerade in der Elternzeit kann es sein, dass sich das eigene Wertesystem ändert und der Job nicht mehr zu den neuen familiären Anforderungen passt. Das führt dann zur Frage: Ist es das noch? Und wenn nicht, was sind Alternativen?

"Viele Mütter spüren sich selbst als Person gar nicht mehr."

BZ: Welches Gefühl geht mit diesen neuen Anforderungen einher?
Poggemöller: Häufig sind Eltern zerrissen zwischen Erwerbstätigkeit und Familienarbeit und fragen sich: Wo bleibe ich eigentlich zwischen all den Bedürfnissen? Vor allem für Mütter, die neben dem Beruf häufiger den größeren Teil der Familienarbeit übernehmen, wird das zur Belastung. Mit dem vieldiskutierten Begriff "mental load" hat das Kind einen Namen bekommen: Vor lauter Organisieren und Drandenken haben viele Mütter ein Gefühl von Verlorenheit und spüren sich selbst als Person gar nicht mehr.
Kommentar: Männer sind selbstverständlich gerne Väter – aber bitte ohne ...

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