Belastung fürs Ökosystem

Die Quagga-Muschel breitet sich im Bodensee aus – mit ernsten Folgen

Kathrin Drinkuth

Von Kathrin Drinkuth (dpa)

Mi, 04. Dezember 2019 um 12:37 Uhr

Südwest

Seit rund drei Jahren lebt die Quagga-Muschel im Bodensee und gibt Wissenschaftlern einige Rätsel auf. Klar ist aber jetzt schon: Sie richtet Schäden für Mensch und Natur an.

Mit einer Taschenlampe machen sich Klaus Wildmann und Luis Ehrle auf den Weg hinunter in die dunkle Kammer der Bodensee-Wasserversorgung. Normalerweise steht hier meterhoch das Wasser, das aus Leitungen in 60 Metern Tiefe aus dem Bodensee hereinströmt. Vom Seeufer bei Sipplingen aus wird es auf einen nahe gelegenen Berg weitergepumpt und dort gereinigt, gefiltert und zu Trinkwasser aufbereitet. Doch heute ist die riesige Kammer leer, nur in kleinen Pfützen steht noch Wasser. Wildmann und Ehrle besichtigen im flackernden Schein der Taschenlampe die Betonwände - um sie später mit Hochdruckreinigern von einem kleinen Eindringling zu befreien, der sich zu Tausenden in der Kammer abgesetzt hat: der Quagga-Muschel.

Ausbreitung ins Trinkwassernetz verhindern
Das Problem: Die Larven der Muschel können mit dem ...

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