Formel 1

Red Bull scheitert mit Protest wegen des Unfalls von Verstappen und Hamilton

dpa

Von dpa

Fr, 30. Juli 2021 um 21:40 Uhr

Motorsport

Das Crash-Kapitel ist geschlossen: Das Wiedersehen auf der Rennstrecke nach dem Zusammenstoß von Silverstone verlief erstmal ohne weitere Schäden.

Beim Auftakt zum Großen Preis von Ungarn deutete sich aber bei über 30 Grad und knalliger Sonne das nächste hitzige Duell der WM-Rivalen an. Nach der knappen Bestzeit im ersten Freien Training am Mittag musste sich Spitzenreiter Max Verstappen im Red Bull in der zweiten einstündigen Einheit dem Mercedes-Duo geschlagen geben. Schnellster Pilot am Freitag war Valtteri Bottas, der Finne unterbot die Zeit seines hochdekorierten Teamkollegen Lewis Hamilton noch mal um 27 Tausendstelsekunden.

Immerhin: In die Quere kamen sich Verstappen und Hamilton knapp zwei Wochen nach dem folgenreichen Rennunfall in Großbritannien nicht. Verstappen zeigte sich nach dem schweren Einschlag gut erholt und angriffslustig, um so die übrig gebliebenen acht Punkte Vorsprung in die Sommerpause zu retten. Und Hamilton zeigte sich ob der Vorwürfe und der Kritik aus dem Red-Bull-Lager wegen der Berührung von Silverstone, die Verstappen in die Streckenbegrenzung befördert hatte, unbeeindruckt.

Im ersten Training fehlten dem Puszta-Experten – acht Siege feierte Hamilton schon auf dem Hungaroring – 0,167 Sekunden auf Verstappen als Drittem, Bottas lag zwischen den beiden. Das Reden übernahmen am Freitag ihre Teamchefs. Und es gab einiges auf- und zu erklären. "Wir hatten das Gefühl, dass die Grenze überschritten wurde", betonte Toto Wolff, nachdem Mercedes in einer Mitteilung den abgewiesenen Protest von Red Bull begrüßt und den Verantwortlichen des erbitterten Rivalen letztlich vorgeworfen hatte, Hamiltons Namen und dessen Integrität zu verunglimpfen. "Die Kommentare nach dem Rennen, schriftlich und auch im Meeting, waren unterhalb der Gürtellinie. Wir sollten deeskalieren und nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen", forderte Wolff. Kollege Christian Horner beteuerte in der Angelegenheit: "Was uns angeht, ist das Kapitel nun abgeschlossen."