Der ganz andere Resieführer

Atlas für Waghalsige

Ulrike Ott

Von Ulrike Ott

Sa, 13. Juli 2019

Reise

Atlas für Waghalsige

Ein Atlas für Waghalsige, Leichtsinnige und Lebensmüde? Was ist denn das? Zumindest keines der Reisebücher, die es wie Sand am Meer gibt und einen erholsamen Urlaub irgendwo auf dieser Welt versprechen. Markus Lesweng beschreibt vielmehr Ziele, die ungewöhnlich, faszinierend, aber auch gefährlich sind. Wie wäre es mit einer Besteigung des Annapurna in Nepal? Mit einer Fahrt auf der Straße des Todes in Bolivien oder mit einem Ausflug an Namibias Skelettküste? Jenseits ausgetretener Pfade werden mit einem Augenzwinkern Trips in aller Herren Länder vorgeschlagen. Sie garantieren Nervenkitzel oder sind so absurd, dass man sie besser erst gar nicht antritt. Die Lektüre des ganz anderen Reiseführers ist witzig, bisweilen originell, nicht immer ernst gemeint und wer schwarzen Humor schätzt, kommt auf seine Kosten. "How to Kill Yourself Abroad" ist ein Buch für mutige Entdecker, aber auch lehrreich und etwas für Leute, die es sowieso zu Hause am schönsten finden.

Markus Lesweng: How to Kill Yourself Abroad, Conbook Medien, Neuss, 192 Seiten, 19,95 Euro