Auszeichnung für Mitglieder

Rickenbacher Feuerwehr erhält 26 Mal Edelmetall

Karin Stöckl-Steinebrunner

Von Karin Stöckl-Steinebrunner

So, 03. November 2019 um 18:20 Uhr

Rickenbach

Gesamtkommandant Tobias Ücker kritisiert Unterbesetzung bei Alarmierung. Zusammenarbeit der Abteilungen soll gestärkt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Rickenbach konnte in ihrer Hauptversammlung viele ihrer Mitglieder ehren, da erstmals die bronzene Auszeichnung für 15 aktive Dienstjahre verliehen wurde. Die Ehrungen übernahm Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger. Die Überreichung von 19 bronzenen, fünf silbernen und zwei goldenen Ehrennadeln stand auf seiner Liste.

Schriftführer Martin Aust berichtete über ein relativ ruhiges Jahr, in dem etliche Wehrleute Lehrgänge und Seminare absolviert hatten. Neben seinem Lob fügte Gesamtkommandant Tobias Ücker auch einige kritische Anmerkungen an.

Zu 27 Einsatzorten war die Rickenbacher Feuerwehr insgesamt gerufen worden, die Einsatzdauer betrug dabei rund 23,5 Stunden, die eingesetzte Mannschaftsstärke etwa 270 Mann. Sieben Mal war die Feuerwehr wegen Brand alarmiert worden, glücklicherweise jedoch ohne größere Feuerentwicklung. 14 technische Hilfeleistungen wurden angefordert, die gravierendsten waren zwei Verkehrsunfälle sowie der Absturz eines Segelfliegers.

Zwei Feuerwehrler absolvierten die Grundausbildung zum Truppmann, elf den Sprechfunker-Lehrgang, die neun Atemschutzgeräteträger kamen hauptsächlich aus Willaringen. Fünf neue Truppführer wurden ausgebildet, zudem besuchten insgesamt sechs Wehrleute einen Grundkurs Absturzsicherung und ein Seminar Türöffnung. Auf Landesebene nahmen vier Aktive an Seminaren für Einsatztaktik und Recht teil. Sieben Kameraden waren im Brandschutzcontainer, 22 in der erstmals alternativ angebotenen Heißausbildung, und 41 absolvierten die Atemschutzwiederholungsübung. Die Abteilungen Bergalingen und Willaringen stellten unter den Gruppenführern Thomas Kammerer, Michael Vogt und Philipp Montsko vier Gruppen für das bronzene Leistungsabzeichen zusammen, zudem gab es eine gemischte Gruppe zusammen mit Herrischried, für deren Zustandekommen und Durchführung sich der Herrischrieder Gesamtkommandant Christian Dröse ausdrücklich bedankte.

Durchschnittsalter ist 43 Jahre
Tobias Ücker präsentierte zunächst einige statistische Daten. Von seinen aktuell 137 aktiven Feuerwehrleuten kommen 26 Prozent aus Rickenbach und Altenschwand, 24 Prozent aus Willaringen, 21 aus Hütten, 16 aus Bergalingen und 13 aus Hottingen. Das Durchschnittsalter der Wehrleute beträgt knapp 43 Jahre. Ücker hatte erstmals die Herbstabschlussprobe für die Zuschauer kommentiert, was allgemein gelobt wurde. Auch Bürgermeister Dietmar Zäpernick fand die Moderation sehr gelungen und regte an, sie beizubehalten. Den kritischen Tönen des Gesamtkommandanten pflichtete Zäpernick ebenfalls bei. Ücker hatte die Problematik der Unterbesetzung bei Alarmierung tagsüber angesprochen, da viele Wehrleute auswärts arbeiten.

Daher mahnte er eine stärkere Zusammenarbeit der Abteilungen sowie die Konzentration auf wenige Einsatzorte an. Die Qualität ihrer Dienstleistung dürfe nicht gefährdet werden. Man müsse die Überlegung zulassen, alte Strukturen aufzubrechen, ohne jedoch die Traditionen zu negieren. Zäpernick merkte an, mit der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Rickenbach kämen durchaus mögliche Fusionen ins Spiel, für andere Abteilungen allerdings müssten dabei erst die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Die Jugendfeuerwehr geht bei der Zusammenarbeit mit gutem Beispiel voran. Jugendleiter Benjamin Vogt, der aktuell neun Mitglieder betreut, berichtete über das Erfolgsmodell "HeRiGöSt", die gemeinsamen Unternehmungen der Feuerwehrjugend von Herrischried, Rickenbach, Görwihl und Strittmatt. Und Helmut Sutter konnte in seinem Bericht über die Aktivitäten der Senioren auch gegenseitige Besuche bei Nachbarwehren und damit die übergreifende Pflege der Kameradschaft vermerken. Clemens Huber vom Kreisfeuerwehrverband lud dann abschließend zur Verbandsversammlung ein, die am 12. März 2020 auf dem Dachsberg stattfinden wird.

Die Ehrungen
Für 15 aktive Dienstjahre geehrt wurden Andreas Bächle, Thomas Bär, Stefan Bartholome, Andreas Baumgartner, Andreas Goldmann, Marcus Groß, Oliver Gutmann, Bernd Hottinger, Stephan Huber, Philipp Montsko, Peter Mutter, Stefanie Portele, Stefan Schäuble, Sascha Schneider, Benjamin, Michael und Tobias Vogt sowie Markus Zipfel. Für 25 Jahre waren es Andreas Kaiser, Thomas Kammerer, Bernhard Schleicher, Hans-Peter Schmidt und Michael Wasmer. Gold für 40 Jahre erhielten Hans Joachim Hottinger und Harald Lütte.